Demosthenisclie Studien.
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Programms zusammenhing, ehe die Entscheidung- über diese
von competenter Seite vorlag, zu stellen. Demosthenes ist sich
klar bewusst, mit seiner Programmrede über den Anfang
nicht hinausgekommen zu sein; er weiss, dass ihm eine Reihe
langwieriger Verhandlungen in Aussicht standen, wenn es ihm
gelang, das Volk zu bestimmen, auf die Berathung einzugehen;
denn er fürchtet nicht ohne Grund den Vorwurf, dass er den
auf der Tagesordnung stehenden Zug gegen Philipp hinausschieben
wolle (§ 14: av i-; ap/;?js ooy.ö ttvi •/.atvrjv 7capa<7-/.euv)v
Xe-yeiv, avaßaXXsiv p.e xä npdr([>.cna. ■fftda0w. oü väp. oi ,xa-/u £ v.a\
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den Preis, den Unternehmungen gegen Philipp eine solide
Grundlage und dem Staate, was dieser bisher nicht hatte, eine
stehende Truppe im Felde zu geben, aus der mit der Zeit
eine kriegstüchtige Armee sich bilden konnte, auf eine sofortige
Expedition nach dem thrakischen Cherrones, welche auszurüsten
man im Augenblicke nicht abgeneigt schien.
Demosthenes müsste von der Wirksamkeit und Bedeutung
seines Programms weniger überzeugt sein, als er es in der
That ist, wenn er nicht hie und da einen siegesfrohen, selbstbewussten
Ton anschlagen durfte. Er wäre ein schlechter
Vertreter seiner Sache, wenn er nicht wüsste, dass er diese
siegesfrohe Hoffnung dem Volke mitzutheilen habe, um es für
die Annahme so entscheidender Reformen geneigt zu machen.
Und berechtigte dieser Zeitpunkt nicht mehr dazu als ein
anderer? Die rasche Expedition nach Pylae hatte Philipp
von Mittelgriechenland ferngehalten. Der thrakische Zug Philipps
schien, Dank der Erkrankung desselben, ohne ernste
Folgen für den athenischen Besitz vorüberzugehen. Man konnte
hoffen, bald einen mächtigen Bundesgenossen wie den chalkidischen
Städtebund im Kampfe gegen Philipp an der Seite zu
haben und dadurch die grossen Nachtheile, welche eine Seemacht
im Kriege mit einer Landmacht zu überwinden hat,
auszugleichen. Gleichwohl regt Demosthenes trügerische Hoffnungen
nicht an. Von einem völligen Umschwünge der innern
Verhältnisse, von der opferwilligen Bereitheit für die Interessen
des Staates mit Gut und Blut einzustehen, wovon die gestellten
Forderungen nur den Anfang und einen Theil bezeichneten,
macht er den Wiedergewinn des Verlornen abhängig (§ 7: