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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 87. Band, (Jahrgang 1877)

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Härtel.

Um  diese  kräftige  Defensive  einzuleiten,  entwickelt  Demosthenes ­
  ein  Programm  von  Massregeln,  welche  nicht  minder
durch  ihre  Neuheit,  wie  durch  eine  bei  dem  jugendlichen  Redner
geradezu  überraschende  Tiefe  der  Ueberlegung  sich  auszeichnen.
Man  muss  es  ihm  dabei  zu  Gute  halten,  wenn  er  an  die
gewissenhafte  Durchführung  derselben  Hoffnungen  knüpft,  die
über  das  zunächst  durch  sie  zu  erreichende  Ziel  weit  hinausliegen ­
  und  muss  in  seinem  Selbstgefühle,  das  auf  der  festen
Ueberzeugung  ein  Heilmittel  für  den  siechen  Staat  gefunden
zu  haben  beruht,  nicht  unehrliche  Prahlerei  und  ungerechtfertigte ­
  Ueberhebung  finden.  Worin  Athens  Schwäche  und  Philipps
Stärke  liege,  das  meinte  er  richtig  erkannt  zu  haben.  Nicht
darin  lag  sie,  dass  Athen  als  Seemacht  gegen  eine  starke  Landmacht ­
  fern  von  seinen  Hilfsmitteln  den  Kampf  zu  führen  hatte,
konnte  es  ja  nicht  einmal  als  Seemacht  sich  und  seine  Bundesgenossen ­
  vor  den  Angriffen  dieser  Landmacht  völlig  schützen,  sondern ­
  ihm  fehlte  ein  stehendes  Heer,  das  nicht  bloss  während
der  guten  Jahreszeit,  sondern  auch  während  der  schlechten  Fahrzeit ­
  und  im  Winter  am  Platze  sei.  Aus  diesem  Mangel  erklärt
er  die  ganze  Misere  der  bisherigen  Kriegführung,  die  drastischer
nicht  geschildert  werden  kann.  Mit  der  Schöpfung  eines  solchen
schien  allem  Elende  mit  einem  Schlage  ein  Ende  gemacht.
Darin  ist  der  Kern  seiner  Anträge  zu  suchen  (§  19:  Tpb  8s
toutwv  Sivaplv  Ttva,  5)  d.  ’A.,  tsr^iX  vpo/stpiaasOai  Seiv  7jp,dc,  vj  cuvs^wq
7;oXsp.yj<7£i  y.a't  xay.w?  izetvov  und  §  31:  zolq  xvsiip.aai  zai
tah;  (Lpai?  tsü  stou;  Ta  iroXXa  xpoXap-ßavuv  SiaTtpaTTSTa 1 .  4>{Xiittos  zat
tou?  stvjsi'ac  v)  tov  ysip.üva  siri/stpsi,  rjvfz’  av  vjp.sT;  p,v)  ouvaip.sOa
  ezsice  a®izs<j0ai:  Sei  toivuv  tocöt’  svOup.oup.svou?  p/}]  ßov)6siai<;
TCoXsp.slv  (uTTSpioup.sv  -'ctp  amzvTtov),  aXXa  Ttapaazeuj)  cuvs^si  zal
Suvap.et  ztX.).  Um  zu  diesem  Ziele  zu  gelangen,  geht  er  behutsam ­
  vor  und  verlangt  nicht  auf  einmal  Alles.  Besser,  man
thue  etwas  Bescheidenes  ganz  und  wenn  das  nicht  auszureichen
scheint,  lege  man  etwas  zu,  als  dass  man  grossartige  Pläne
entwirft  und  dann  unausgeführt  lässt  (§  20:  Ta  p.izpd  «r.vfcavxec
zal  itopi'aavTSS  toIto:?  zposTiöeTs,  av  eXdacu  ipaivvjTai).  Er  begnügt
sich  demnach  mit  der  Aufstellung  eines  kleinen  Corps,  lässt
davon  noch  die  grössere  Hälfte  Söldner  sein  und  nimmt  für
die  Erhaltung  desselben  zunächst  die  bescheidensten  Mittel  in
Anspruch  (§  23:  XvjaTeös'.v  dvdvy.r,  y.ai  toutw  t<7)  Tpbzw  tou  woXsp.ou
            
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