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Hartei.
es damals in Athen fernsichtigere Politiker gab, die mitten
im Strome der Bewegung den Irrthum des Demosthenes, der
uns, die wir das Ende der Entwicklung übersehen, klar vorliegt,
durchschaut und in dieser Erkenntniss es widerrathen,
gegen die schlagfertige, von einem Herrn wie Philipp geleitete
makedonische Macht das innerlich morsche und zerklüftete
Athen in Kampf zu bringen? Von solchen Irrthümern lebt die
Weltgeschichte. Wie gross der demosthenische war, lässt sich
bei unserer Unkenntniss der realen Machtverhältnisse kaum
mehr bestimmen, und darum ist auf diesem Wege zu einer
billigen Beurtheilung des Redners nicht zu gelangen.
Demosthenes bezeichnet an einer klassischen Stelle seiner
Rede vom Kranz (§ 246 S. 308, 26), worin die Verantwortlichkeit
eines Staatsmannes liege. ,Er muss' sagt er ,die Dinge in
ihrem Anfänge wahrnehmen, ihre Bedeutung voraus erkennen
und sie den Andern im voraus ansagen, ferner so viel, wie
möglich, die von der Leitung einer freien Stadt unzertrennlichen
Mängel, die langsamen Bewegungen, die Bedenklichkeiten,
die Unkenntniss und die Eifersüchteleien mindern und
im Gegentheile den Bürgern Eintracht, wohlwollende Gesinnungen
und Eifer für die Erfüllung ihrer Pflichten einflössen'.
Es kann uns genügen, was hier von dem Politiker gefordert
wird, um innerhalb dieses erkenn- und abschätzbaren Kreises
von Pflichten die Prüfung vorzunehmen.
Grote findet, dass gleich die erste philippische Rede
Demosthenes das Recht gibt, das Verdienst in Anspruch zu
nehmen, die Dinge in ihren ersten Anfängen wahrgenommen
und seine Mitbürger gewarnt zu haben. ,Wir sehen hier' sagt
derselbe (a. a. 0. S. 252) ,wie Demosthenes, ein Mann von innerst
30 Jahren, ein Jüngling erst im politischen Leben, 13 Jahre
vor der Schlacht von Cliaeroneia, die politischen Beziehungen
zwischen Athen und Philipp genau abwägt, wie er diese Beziehungen
während der Vergangenheit prüft, wie er aufzeigt,
wie sie sich von Jahr zu Jahr ungünstiger gestaltet haben und
wie er die Gefahren und Ereignisse der Zukunft vorhersagt,
wenn nicht bessere Vorkehrungen getroffen würden, wie er
nicht nur die bisherige schlechte Verwaltung der Staatsmänner,
sondern auch jene tadelnswerthen Gesinnungen des Volkes selbst,
in denen diese Verwaltung wurzelte, muthig und offen zur Schau