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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 87. Band, (Jahrgang 1877)

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Heinzei.

Excurs  über  die  ,consonantischen  Stämme'.
N.  PI.  foetr  verhält  sich  zu  N.  PL  vellir,  wie  bekkr  (N.  Sg.)
zu  hellir  nsw.  Da  der  Sing,  deutlich  einen  n-Stamm  verräth,
—  D.  Sg.  foeti,  —  so  ist  es  hier  wohl  sicher,  dass  altes  -auas,
-iuas  sein  u,  v  vor  dem  Auslautgesetz  verloren  hat,  und  -ias,
-jas  dann  nach  demselben  -ir  ergab,  wie  bei  bekkr  aus  bakjas;
s.  oben  S.  394.  DolltriR,  in  III  doetr,  ist  überliefert;  s.  Wimmer
Navneordenes  böjning  S.  54.  99.  —  Warum  dieser  masculine
m-Stamm  —  auch  got.  fotus  —•  anders  behandelt  wurde,  als  die
Masc.  nach  völlr,  ist  räthselhaft.  Bei  vetr,  got.  vintrus,  könnte
man  vermuthen,  dass  das  consonantische  Fern,  vaettr,  N.  A.  PI.
vaettr,  von  Einfluss  gewesen.  —  Vielleicht  wurde  foetr  lienär
nachgebildet,  s.  Gislason  Tidskrift  f.  phil.  6,  250;  denn  wie
fotr  gehen  im  Plural  die  a-Stämme  verwandter  Bedeutung
fingr,  nagl.  Aber  auch  mactr  und  Völkernamen:  madr,  wohl
durch  Vermittlung  seines  organischen  N.  A.  PI.  mannr  nach
consonantischer  Declination,  vgl.  mdnadr,  manudr  (N.  PI.)  in
der  Graugans,  Lyngby  Tidskrift  f.  phil.  6,  45,  —  und  nach
mcutr  haben  sich  die  Völkernamen  gerichtet,  wie  nach  kyr,  syr,
aer  der  Plural  yxn  von  uxi;  s.  unten.
Was  die  Feminina  anbelangt,  deren  N.  A.  PI.  in  III  wie
das  Masc.  fotr  nur  r  ansetzt  und  Umlaut  der  Wurzel  zeigt,
so  ist  gewiss  der  Umstand  von  Belang,  dass  im  nordischen
Feminina  der  zt-Classe  gänzlich  fehlen;  s.  Gislason  Tidskrift
f.  phil.  6,  248.  Vgl.  im  altslaw.  die  Fern,  auf  y  neben  den
Masc.  auf  u.  Man  kann  vermuthen,  dass  viele  der  wie  geit
Und,  rot,  müs  flectierten  Fern,  alte  «-Stämme  sind,  die  sich  im
Sing,  nach  der  GClasse  richten,  im  N.  A.  PI.  aber  die  zweite
Entsprechung  des  alten  auas,  iuas  voraussetzen,  nämlich  -ias,
-jas.  Vielleicht  wurde  einst  N.  PI.  Masc.  in  der  Regel  von  -iuas,
N.  PL  Fern,  in  der  Regel  von  -ias,  -jas  gebildet.  Im  gotischen
entspricht  dem  nordischen  kinn  kinnus,  dem  nordischen  hond
liandus.  1  Vocalische  Stämme  verrathen  die  Form  hönd  stöug
1  Die  Wurzelgestalt  kommt  allem  Auscliein  nach  nicht  in  Betracht.  Die
Verzeichnisse  bei  Wimmer  Gramm.  §§.  49—52  und  55—59  ergeben,  dass
unter  den  gewöhnlichen  Masc.  auf  ?t  sich  ebensoviel  kurze  oder  gutturalisch
  endigende  Wurzeln  finden,  als  unter  den  Fern,  nach  gei'Ir,  hier  26
            
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