tJeber die Endsilben der altnordischen Sprache.
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wäre. Man könnte an ihäi-äs denken, an eine Uebertragung
der fern. Nominalendung schon vor den Auslautgesetzen, —
ihäi wäre ja sonst in I the oder thu geworden, — auf den wie
im lat. und griech. mit i gebildeten N. PI. Aber es ist unwahrscheinlich,
dass alias anders behandelt worden sein sollte, als
-aiam, aiäm. Vielleicht wurde erst in II, nachdem man an the
(N. PL Masc.) I. II -ir, an tho (N. PI. Neut.) I, thä II -u angehängt
hatte, s. S. 426 f. und so diese Endungen ganz adjectivisch geworden
waren, das noch übrig gebliebene thör I, thär II (N. PI. Fern.)
als eine Unregelmässigkeit empfunden. Nach dem Wurzelvocal
sollte die Adjectivendung folgen, thoor war nicht deutlich genug,
man wählte die Endung der ja-Stämme, in III fraegjar, also in
II thäjär. Die Schreibung mit i statt j wie iah für jah in der Inschrift
von Varnum. — In II aber muss ^'Umlaut wirken. ThaiaR
steht also für thaejar, In III fällt j aus und thaear wird thaer,
wie dar, dr. Ebenso wäre natürlich tvaer zu beurtheilen.
Da thaiar sicher in der Bedeutung has überliefert ist
und das altn. thaer sich daraus begreift, so scheint es mir
unnöthig hier mit Bugge Tidskrift f. phil. 7, 320, an den
i-Umlaut des r zu denken, von dem Blomberg Bidrag tili
omljudsläran S. 17 allerdings einige beachtenswerthe Beispiele
gibt: herr (nudus), her (vas), usw., ohne j vor a, u trotz der
kurzen Wurzel. — Wenn daneben auf der Einanger Inschrift
thaR vorkommt, so ist das vielleicht die dem got. thos entsprechende
Nebenform. Aber man sollte thör erwarten, es
müsste denn die Inschrift an das Ende der ersten Periode
fallen. Oder ist es das Adv. tharf s. Scherer GDS. 465. —
Auch im Anfang der verzweifelten Rökinschrift, die schon
nach III gehört, liest Bugge Tidskrift f. phil. 9, 112 wohl
richtig: aft Uaniuth stAnta runaR thaR, was dieselben Deutungen
zulässt.
Dem alten cd entspricht demnach im nordischen e, später
i, dem alten di, u und ebenfalls e, später i. Es kann nicht
zweifelhaft sein, dass u die eigentliche Vertretung des alten di
ist, e, i beruht auf einer Vernachlässigung des Quantitätsunterschiedes.
Dass u von di stammt, ist nach dem, was wir über d
wissen, begreiflich, u von cd wäre aller Erfahrung widersprechend.