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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 87. Band, (Jahrgang 1877)

lieber  die  Endsilben  der  altnordischen  Sprache.

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I,  byrdi  II,  hip-3,  III,  —  und  bunt  entstand  in  III  aus  dem
Schwanken  zwischen  burdi  und  byrd.  Man  fasste  den  Umlaut
in  byrd  wahrscheinlich  als  Fehler  auf,  weil  man  daneben  armi
und  arm  (D.  Sg.)  hörte.
Folgt  auf  ai  aber  -am,  -iam,  -am,  so  entsteht  offenbar
nach  Ausfall  des  j  übermässiges  ä,  das  nach  Auslautgesetz
die  Länge  6  zurücklässt,  s.  oben  S.  373.  Der  Fall  aiam  (1.  Sg.
Prs.  Opt.)  woraus  aam,  vergleicht  sich  dem  Gr.  PI.  der  consonantischen
  Stämme,  -6  I  aus  -am.  —  Denn  am,  nicht  m,
wird  in  jenem  arischen  Dialekt,  aus  dem  die  nordische
Sprache  hervorging,  an  das  Moduszeichen  der  1.  Sg.  Prs.  Opt.
getreten  sein,  wie  man  es  für  das  gotische  annehmen  muss,
s.  Scherer  GDS.  S.  472.  228.  Die  übrigen  germanischen
Sprachen  setzen  -i-m  voraus.  Aus  aim  aber  wäre  got.  nie
au,  nord.  III  nie  a  hervorgegangen.  Vgl.  oben  über  1.  Sg.  Opt.
Pf.  S.  403.
Aber  auch  der  Gr.  Sg.  der  «-Stämme  hat  in  III  -ar,  weist
also  auf  -ör  unserer  Periode  zurück,  burdar,  sbttar,  im  Gegensatz ­
  zu  dem  auf  die  gleiche  Urform  zurückgehenden  N.  PI.
burdir,  sottir.  An  ijas  ist  natürlich  noch  weniger  zu  denken
als  im  N.  PI.  Aber  aias  wurde  anders  behandelt  als  im  N.
PI.  Dort  standen  einst  der  Endung  aias  von  «-Stämmen  die
Endungen  äs  von  a-,  «-Stämmen  und  iuas  von  ««-Stämmen
gegenüber,  wesentlich  von  einander  abweichende  Formen,  deren
Einfluss  auf  aias  sich  gegenseitig  auf  hob.  Im  G.  Sg.  können
nur  verglichen  werden  äs,  G.  Sg.  der  «-Stämme,  und  ungefärbtes
auas  von  ««-Stämmen.  Hier  ist  es  eher  begreiflich,  dass  die
Form  äs  die  beiden  andern  gänzlich  aufzehrte.  Vielleicht  fiel
schon  vorgermanisch  j,  v  in  ajas,  avas  aus  und  äs  galt  als  übermässig. ­
  N.  A.  Sg.  der  fern.  «-Stämme  sind  ja  auch  den  a-Stämmen
  nachgebildet.

AI  ursprünglich  in  letzter  Silbe.
Laug  AI.
Ai  mit  langem  a  wurde  zum  Theil  von  ai  mit  kurzem
a  unterschieden,  zum  Theil  als  derselbe  Laut  aufgefasst.  Die
ächten  Dative  Sg.  der  nominalen  «-Stämme,  der  pronominalen
            
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