Ueber die Endsilben der altnordischen Sprache.
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Nun findet sich aber im altschwedischen ia auch für iö,
Rydkvist 4, 126 thiana, tliianosta, fiartM.
Dänisch scheint ia für io zwar nicht bezeugt, Petersen
Det danske usw. Sprogs historie 1, 100. 146. 221, Wimmer
Navneordenes böjning S. 7. Aber es war doch wahrscheinlich
vorhanden. Denn nach den bei Grimm Gramm. I 3 509 f. 521 f.
gesammelten Beispielen entspricht im neuschwedischen wie im
neudänischen je nur altn. ia, nicht altn. iö, für welches jä, jo,
jö gilt, wohl aber auch einigen altn. iö, scliwed. tjena, tjenst,
fjerde, dän. tjene, tjeneste, fjerde. Allerdings neudän. fjäder als
wie vom altn. fiöturr, nicht vom alt dän. fiatur; doch wirdneudän.
auch fjeder wie neuschwed. fjetter neben fjätter geschrieben.
Man könnte darnach vermuthen, dass die Grenze zwischen
den Gebieten von ia und iö im schwedischen und dänischen
ursprünglich keine andern gewesen seien, als im altnordischen,
dass aber später im schwedisch-dänischen ein Tlieil der alten
iö zu ia wurde und dabei einige iö (io) in dieselbe Bewegung
zog. Aber ganz befestigt haben sich diese ia für iö (io) nie,
die alten Formen werden daneben auch gegolten haben, so
dass dem altschw. iatun, giarth, iarih jetzt jätte, gjord, jord
gegenübersteht, dem altdän. fiatur, fjäder.
Die Sache bedarf genauerer Untersuchung.
J. Schmidt’s Ansicht aber unterliegt anderen Bedenken.
Nach ihm ist ia immer a-Umlaut eines iö (io), welches aus e, i
durch folgendes u, v, w-farbiges h, und w-farbige l- und r-Verbindungen
entstanden sei. Die Consequenz dieser Auffassung
ist eine vollkommene Scheidung der Fälle, wo Brechung durch
folgendes u veranlasst wird von jenen wo r- und /-Verbindungen
vorliegen. Denn die Grundformen, welche J. Schmidt für beide
Processe voraussetzt, sind durch Jahrhunderte von einander
getrennt. Das nord. Wort iarl (N. Sg.) kann nach seiner Theorie
nur erklärt werden, wenn man iarlar voraussetzt, S. 398. Ueber
die a vor dem Nom. r s. oben S. 369 ff. Und ganz entschieden
in die Urzeit führt die 2. Sg. Imp. hialp, giald, giall, biarg,
skialf, deren ia aus noch älteren eo, io nur durch die alte
Endung a zu erklären ist. Analogie des Ind. fällt weg: der
heisst helpr, geldr, gellr, bergr, skelfr.
Auch die 2. PI. Prs. Ind. hialput kann nur vor der got.
nord. Färbung des Themavocals entstanden sein, — die 3. Sg.