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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 87. Band, (Jahrgang 1877)

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Heinzei.

Jcndttu,  muna,  munu,  skulu,  vita,  vilja,  sieben  Kürzen,  an  Längen
nur  vier:  eiga,  kunna,  unna,  thurfa;  daursan,  motan  ist  verloren,
das  futurisclie  munu  hinzugekommen.  Allerdings  ergibt  sieb
auch  hier  eine  Majorität  der  Längen  durch  die  binzutretenden
ihätta,  ihotta,  orta,  sotta.  Aber  die  Skandinavier  werden  nur  das
Muster  der  Praeteritopraesentia  vor  Augen  gehabt  haben.  Dazu
wirkte  vielleicht  das  germanische  Accentgesetz  conservierend,
wenn  es  sich  in  dem  die  ganze  Flexion  verbaler  wie  nominaler
ja-Stämme  beherrschenden  Bestreben  das  Suffix  nach  kurzer  Silbe
zu  beseitigen,  nach  langer  Silbe  als  i  zu  conservieren  geltend
macht,  —  Jcyu  ldaedi,  bekkr  hellir,  tem  doemi,  temr  doemir  ;  s.  S.  394.
Nur  der  allgemeinste  Zug  in  Behandlung  dieses  Suffixes  war
wirksam,  die  Sonderstellung  der  gutturalisch  endigenden  Wurzeln
fand  hier  keine  Nachahmung,  —  bergda  wie  doemda,  dagegen
bekkr  hellir.  Wohl  aber  gilt  vocalischer  Ausgang  oder  kurzer
Vocal  mehr  gg  auch  hier  für  Kürze;  s.  oben  S.  391.
Aber  auch  bei  den  neut.  /a-Stämmen  und  den  Praesensstämmen
  der  ersten  schwachen  Conjugation  ist  nur  Länge  und
Kürze  der  Wurzel  massgebend;  s.  oben  S.  391.  Tamda  :  lagda  :
gnuda  :  bergda  :  doemda  =  kyn  :  skegg  :  fley  :  riki  :  klaedi  =
tem  :  legg  :  gny  :  bergi:  doemi.
Natürlich  muss  auch  hier  —  wie  im  ahd.  immer  —  noch
lange  ein  Schwanken  zwischen  den  alten  und  den  Analogieformen
geherrscht  haben.  In  I  ist  tuwido,  dalidun?  bezeugt,  und  doch
sind  wir  genöthigt,  in  dieser  Periode  das  i  der  kurzwurzeligen
abfallen  zu  lassen,  da  sonst  das  Fehlen  des  Umlauts  unbegreiflich ­
  wäre.
I  ursprünglich  vor  der  letzten  Silbe.
Lang  I.
Nach  Auslautgesetz  in  letzter  Silbe.
1  des  Opt.  Pf.  muss  hier  lang  gewesen  sein,  da  in  III
noch  foerir  (2.  Sg.  Pf.  Opt.),  neben  hleypr  (2.  Sg.  Ind.  Prs.),  gilt.
/  in  foerir  also  wie  bergir,  doemir,  s.  oben  S.  409.
Die  Adjectivstämme  auf  -igä-,  -ina-,  .got.  -eigs,  -eins  entbehren ­
  in  III  des  Umlauts,  mdttigr,  gullinn.  Sie  haben  sich
nach  den  ähnlichen  auf  -iga-,  -ina-  aus  -aga-,  -ana-  gefärbten
gerichtet  und  darnach  wahrscheinlich  in  unserer  Periode  e
gehabt,  s.  oben  S.  378.
            
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