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Heinze 1.
scheint demnach dass froedi sich zu hylgja ähnlich verhält wie
hella, also wie hellir zu hekkr, klaedi zu kyn, ermi zu eng, erma
zu engja, und in der That haben die Nomina nach hylgja kurze
oder auf Giutturalis ausgehende Wurzelsilben, die nach liella
wahrscheinlich immer, die nach froedi zum grössten Theile
Länge ohne Gutturalis.
Es sind also im nord. die N. Sg. der yaw-Stämme mit
langer, nicht auf g, k endigender Wurzel zum Theil den
Stämmen mit kurzer oder gutturalisch auslautender Wurzel
gegenüber gestellt worden, wie A. Sg. Fern, vaena dem A. Sg.
Fern, fraegja, müssen also in I jo gehabt haben, — zum Theil
aber ist dieses jo irgend einmal zu i contrahiert worden.
Eine Dreitheilung wie in froedi, hella, hylgja findet sich
auch im N. A. PI. der masc. jo-Stämme, hekkir hekki, hellar hella,
aber auch nidjar nidja, herjar herja usw.; s. oben S. 397. 400
und unten bei jäs.
Aber das Princip, nach welchem vaena (A. Sg. Fern.) sich
von fraegja scheidet, ist im Verhältnis dieser ja zu i gerade
umgedreht. Die Wurzelgestalt im Paradigma hekkr zeigt Kürze
oder Länge mit Gutturalis, im Paradigma froedi meist Länge
ohne Gutturalis.
Auffällig ist auch, dass diese Form der Wurzel keineswegs
ausschliesslich das Paradigma froedi hervorruft. Durchgehendes
i im Sing, haben nicht nur Wörter, welche nach
hella gehen sollten, sondern auch solche, welche wir unter
Paradigma hylgja vermuthen möchten, gledi, gremi, leti, myki,
lygi, 1 ergi, rekki, — dann die von den Adj. auf -agr, -igr, -ugr
gebildeten helgi, graedgi, usw.
Nach der Analogie hekkr, eng sollten in Paradigma froedi
entweder nur Nomina nach hylgja oder nur nach hella erscheinen.
Im gotischen eine ähnliche Unregelmässigkeit. Allerdings
zeigt Paradigma managei (nord. froedi) durchweg Länge der
Wurzel oder nach dieser nach ein Suffix, s. Leo Meyer Got.
Sprache §. 465, aber in Paradigma rathjo (nord. hylgja) ziemlich
gleich viel Längen und Kürzen, s. Leo Meyer a. a. 0.
§. 459. Es hat sich also auch hier die Contraction nicht
1 S. Anm. auf S. 402.