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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 87. Band, (Jahrgang 1877)

lieber  die  Endsilben  der  altnordischen  Sprache.

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genügte  die  Analogie  der  Gr.  PI.  —  Entsprechend  den  Formen
mit  einfach  langem  d  liegt  einfaches  ja  zu  Grunde  der  1.  Sg.
Prs.  Ind.  der  /a-Conjugation,  dem  N.  A.  PL  Neut.  der  ja-Stämme,
dem  N.  Sg.  der  /«-Stämme,  dem  N.  Sg.  der  masc.  _/an-Stämme.
Letztere  Gruppe  zeigt  in  III  entweder  i  oder  gar  keinen
vocalischen  Rest,  erstere  a  oder  ja,  in  beiden  Fällen  aber  ist
der  Vocal  der  vorhergehenden  Silbe  umgelautet.
Darnach  hat  für  ja  in  unserer  Periode  jo  gegolten,  wie
für  ä  o,  —  für  ja  im  Auslaut  ju,  sonst  ja.
Betrachten  wir  die  Gruppe  einfach  langer  ja,  zunächst
auslautendes  -ja.  Wenn  wir  wie  bei  altem  jam  ja,  ijä  so  hier  ju
iju  unterscheiden,  ergeben  sich  die  Formen  der  Periode  III  von
selbst.  Ich  hebe  nur  hervor,  dass  ich  für  N.  Sg.  der  ja-Stämme
nach  Paradigma  ermr  die  Nebenform  auf  -i  als  die  ächte  und
alte  angenommen  habe.  Auch  Wimmer  Navneordenes  böjning
S.  60  scheint  r  für  jünger  zu  halten.  Vgl.  auch  Blomberg
Bidrag  tili  den  germaniska  omljudsläran  S.  73.  Schlüter  Die
mit  dem  Suffix  ja  gebildeten  deutschen  Nomina  S.  214  weist
mit  Recht  darauf  hin,  dass  nirgends  sonst  in  einer  arischen
Sprache  s  hinter  einem  ä  des  N.  Sg.  erscheint.  —  Wenn
es  auch  ein  Kennzeichen  der  jüngeren  isländischen  Sprache
ist,  die  -«-Form  statt  der  auf  -r  einzusetzen,  so  ist  erstere
doch  bei  gewissen  Wörtern  alt;  s.  Wimmer  Gramm.  §.  42,  1.
Dass  dafür  r  in  regelmässigen  Gebrauch  kam,  hängt  vielleicht
mit  dem  Umstande  zusammen,  dass  so  viele  weibliche  Eigennamen ­
  nach  dieser  Declination  gehen.  Wenn  nun  neben  denen
auf  -dis  für  -disr  das  Appellativiun  dis  als  «'-Stamm  auftritt,  Plural
disir,  so  mag  es  sich  mit  den  übrigen  weiblichen  Eigennamen
auf  r  auch  so  verhalten  haben.  D.  h.  als  N.  G.  D.  A.  Sg.  der
fern.  «-Stämme  ihre  eigentliümliche  Declination  verloren  und
sich  nach  dem  Muster  der  ct-Classe  richteten,  widerstrebten
die  Eigennamen  begreiflicher  Weise,  —  sie  fügten  sich  nur  zum
Theil,  nahmen  D.  A.  Sg.  der^d-Stämme  an,  behielten  aber  ihren
N.  und  vielleicht  auch  G.  Sg.  auf  -r,  -ar:  Idunr,  dann  Idunn
(N.  Sg.),  Idunar  (G.  Sg.),  Thrüdr,  Thrudar.  Nach  den  Eigennamen ­
  mögen  sich  dann  jene  Feminina  der  ja-Classe  gerichtet
haben,  welche  ihnen  den  D.  A.  Sg.  auf  i  geliehen  hatten,  das
sind  die  langsilbigen  ohne  g,  k  am  Ende  der  Wurzel,  lieidr,
ermr.  Vgl.  oben  S.  400.  Den  Eigennamen  folgten  dann  einige
Sitzungsber.  d.  pltil.-h.ist.  CI.  LXXXVII.  Bd.  I.  Hft.  26
            
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