Ueber die Endsilben der altnordischen Sprache.
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N. Gr. PI. zu ii, ij getrieben hätten, ein andrer Theil der
ebenso gestalteten Wurzeln hugr, bragr, gripr, grunr, hlutr,
konr, skrictr, skatr, vinr, thulr, friftr, kvidr, matr, salr, zusammt
den langwurzeligen, welche nicht auf Gutturalis endigen,
Invrd/r, burr, feldr, fundr, Jcostr, kvittr, scindr, skurctr, sultr,
verär diese Färbung unterlassen hätten, — dass ferner bei den
ersteren N. A. Sg. D. A. PI. in der Annahme des Umlauts nur
der Analogie der übrigen Casus gefolgt wären. — Schon letzteres
ist unwahrscheinlich, wenn man sich des Vocalwechsels der
w-Classe erinnert, völlr, vallar, velli, voll, vellir, valla, völlum
v’öllu. Aber vor allem ist Färbung eines vorgermanischen a
sonst nicht von dem Auslaut der vorhergehenden Silbe abhängig,
und warum Auslaut g, k nur bei langer Wurzelsilbe die Färbung
erzeugt habe und warum die Kürzen ganz regellos bald nach
bekkr bald nach stad)' decliniert werden, bleibt unbegreiflich.
Als ja-Stämme gefasst haben die Nomina nach bekkr
nichts auffälliges bis auf N. A. PL bekkir bekki neben hellar,
hella. Wenn wir daneben die Fern. N. A. PI. enggar, ermar sehen,
so ist doch das wahrscheinlichste, dass ja in bakjann (A. PL),
jo in bakjör (N. PL), den Formen von I, sich nach Eintritt der
Auslautgesetze ebenso zu i zusammengezogen habe, wie wir
dies sonst in der vorgermanischen Periode anzunehmen genöthigt
sind. Die Analogie der Feminina und Neutra macht es
fast unmöglich bekkr neben hellir anders zu erklären als eng und
kyn neben ermi und klaecti. — G. Sg. bekks, D. Sg. bekki sind
die richtigen Formen, belckjar und bekk Analogiebildungen.
Aber vereinzelt mag auch im nordischen Färbung des
Gunadqihthongs oder reiner Themavocal ohne Guna bei der
f-Declination vorgekommen sein. Die Anomalie gestr, gloepr
erklärt sich daraus. Wenn in I der G. PL gastijö, gastio war,
so lag bakjo, halljö, der G. L J 1. der ja-Stämme, nahe. Allerdings
nur ein Casus. Aber bei einer so vereinzelten Bildung, wie
dieses gastr durch die Färbung seines Gunadiphthongs oder
ungunierten Stammvocal gewesen sein muss, ist es begreiflich,
dass auch ein geringer Anlass genügte, es in die Bahnen einer
gewöhnlicheren Declination zu drängen. Auffällig aber, dass
Paradigma bekkr, nicht hellir, gewählt wurde, das doch durch
die Wurzelgestalt näher lag. Vielleicht darf dies die Wagschale
zu Gunsten der Form gastio, nicht gastijö (G. PL),