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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 87. Band, (Jahrgang 1877)

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Heinzei.

bei  Paradigma  hellir  voraussetzen,  —  bakijans,  halljans  —  was
gegen  unsere  sonstige  Erfahrung  ist.  Denn  ohne  i  vor  jans
ergäbe  das  Auslautgesetz  nach  Contraction  bald,  in  III  beide.  —
Ob  die  Contraction  in  I  oder  II  stattgefunden  habe,  ist  freilich
zweifelhaft  und  der  Ansatz  in  II  ziemlich  willkürlich.  Ueber
die  mögliche  Veranlassung  der  Contraction,  welche  wir  auch
im  N.  PI.  linden  werden,  s.  S.  400.
Auf  der  älteren  Stufe  sind  geblieben  nidr,  herr  —  noch
in  III  A.  PI.  nidja,  herja,  und  faeultativ  auch  Grikkja,  vaengja;
s.  Wimmer  Gramm.  §.  41,  b,  3.  —  Im  altdän.  und  altschwed.
  sind  das  die  gesetzmässigen  Formen  dieser  Declination;
s.  Wimmer  Navneordenes  böjning  S.  49  ff.  58  f.  —  Nidja
verhält  sich  also  zu  liella  (A.  PL),  wie  kynja  zu  klaeda  (G.  PL).

Excurs  über  die  masculinen  ja-Stämme.
Die  hier  und  oben  beim  N.  Sg.  A.  PL  vertretene  Auffassung
der  Declination  des  Paradigma  beider  ist  nicht  die  einzige.
Scherer  GDS.  S.  420  ff.  sieht  nach  Grimm  in  diesen  Wörtern
«-Stämme;  auch  Leskien  Die  Declination  im  Slaw.,  Lit.  und
Germ.  S.  78  f.  Scherer  hält  Paradigma  beider  und  burdr  für
Eine  Declination,  weil  sie  in  den  Endungen  übereinstimmen,
und  gewisse  Endungen  keiner  andern  Declination  nachgebildet
sein  können,  so  D.  Sg.,  beide  wie  burd,  A.  PL  bekki  wie  burdi,
und  erklärt  den  in  allen  Casus  erscheinenden  Wechsel  zwischen
Umlaut  und  Laut  aus  dem  a  des  Gunadiphthongs,  das  einerseits
bis  i  getrieben  worden  sei,  in  beider,  andrerseits  auf  a  oder  e
beharrt  habe,  in  burdr.  —  Aber  einmal  sind  die  Thatsachen
nicht  ganz  richtig.  Die  Endungen  G.  Sg.  bekks,  D.  Sg.  bekki,
welche  neben  bekkjar,  bekk  erscheinen,  sind  nicht  berücksichtigt; ­
  s.  die  flexionslosen  D.  Sg.  in  der  a-Classe,  Wimmer
Gramm.  §.  31,  —  und  reiner  Laut  auf  der  einen,  Umlaut
auf  der  anderen  Seite  in  der  ganzen  Declination  wäre  schwer
begreiflich.  Wir  müssten  uns  vorstellen,  dass  die  Masse  der  in
der  Wimmer’sehen  Grammatik  als  i-  und  ja-Stämme  bezeichneten
  Nomina  sich  dadurch  von  einander  unterschieden  hätten,
dass  die  auf  Gutturalis  ausgehenden  langen,  sowie  ein  Theil
der  kurzen  Wurzeln  den  Gunadiplithong  ai  im  G.  D.  Sg.
            
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