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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 87. Band, (Jahrgang 1877)

Ueber  die  Endsilben  der  altnordischen  Sprache.

397

JA  ursprünglich  in  letzter  Silbe.
Kurz  JA.
Ueber  ja  2.  Sg.  Imp.  der  schwachen  Verba  erster  Conjugation
  s.  oben  S.  394.
Jam  und  jus  gehen  meist  nach  Princip.  Von  ja  aus  jam
schwindet  in  III  j  natürlich  nach  Abfall  des  a,  i  von  ijä  bleibt.
J  wie  ij  haben  in  II  Umlaut  gewirkt:  kyn,  Jdaedi  (N.  A.  Sg.),
bekk,  lielli  (A.  Sg.).
Ueber  die  Störung  des  Princips  bei  den  neut.  /a-Stämmen
s.  oben  S.  391.
Um  die  Zeugnisse  für  jas  (N.  Sg.)  in  I  steht  es  misslich.
Ob  ThaliR  kurze  oder  lange  Wurzel  habe,  können  wir  nicht
sagen.  MariR  scheint  mit  dem  Adj.  maerr  identisch  zu  sein
und  entzieht  sich  dadurch  der  Regel.  Die  adj.  ja-Stämme  sind
allerdings  durch  erhaltenes  oder  verlorenes  j  vor  a,  u  unterschieden, ­
  in  den  übrigen  Formen  aber  uniformirt:  vaenn,  saell,
froekn,  wie  midr,  nys,  fraegr.  —  Die  andern  Beispiele  sind
Namen  auf  -gastiR,  —  ein  Wort,  das  wohl  ursprünglich  wie
im  got.  ahd.  zu  den  {-Stämmen  gehört  haben  wird,  aber  im
wesentlichen  die  Declination  der  ja-Stämme  angenommen  hat.
-—  Es  hat  nie  j  vor  a,  u,  aber  im  N.  Sg.  gastr,  nicht  gestir,
G.  Sg.  gests,  nicht  gestir,  A.  Sg.  gest,  nicht  gesti;  s.  Wimmer
Gramm.  §§.  43,  b,  2.  46.
Die  Comparativadverbien  erster  Comparation,  welche  in  III
einförmig  -r  in  der  Endung  mit  Umlaut  der  Wurzel  zeigen,
betr,  heldr,  haben  jas  —  s.  Scherer  GDS.  S.  179  —  gewiss
auch  zu  ijas  erweitert,  aber  heldr  ist  Analogiebildung  nach
betr.  Man  sollte  lieldir,  betr  in  III,  also  heldir,  betjir,  betir
in  I  erwarten.
Jans  zeigt  in  III  beliki,  hella  (A.  PL).  Also  kein  ija  im
zweiten  Fall.  Ja  von  jans  wurde  zunächst  bewahrt  wie  a  von
ans,  s.  oben  S.  371,  und  dann  j  abgeworfen,  die  erste  Methode
sich  der  unbecpiemen  Lautverbindung  zu  entledigen;  s.  S.  392.  Iin
bekki  weist  auf  *  in  einer  früheren  Periode,  das  nur  aus  einem
ja  stammen  kann,  welches  nach  dem  Auslautgesetz  sich  auf  i
zusammengezogen  hatte.  Contraction  vor  dem  Auslautgesetz
würde  deutlicheres  i  vor  ja  in  jans  bei  Paradigma  bekkr  als
            
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