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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 87. Band, (Jahrgang 1877)

Ueber  die  Endsilben  der  altnordischen  Sprache.

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gotischer  Vertreter  des  alten  ä  kurzes  a,  entsprechend  nord.  a
in  erster,  i  in  dritter  Periode,  mit  Ausnahme  des  Auslautes,
wo  nord.  u  herrscht.
Also  altn.  landu  (N.  A.  PI.)  I,  lönd  III,  got.  landa,
altn.  Hindu  (N.  A.  PI.  Neut.)  I,  blind  III,  got.  blinda,
altn.  giafu  (N.  Sg.)  I,  giöf  III,  got.  giba,
altn.  blindu  (N.  Sg.  Fern.)  I,  blind  III,  got.  blinda,
altn.  [faru  (1.  Sg.)]  I,  [/er]  III,  got.  fara,
altn.  hana  (N.  Sg.)  I,  hani  III,  got.  hana,
altn.  fadar  (N.  Sg.)  I,  fadir  III,  got.  fadar,
altn.  tamida  (3.  Sg.)  I,  tamdi  III,  got.  tamida;
Aber  altn.  [giafo  (A.  Sg.)]  I,  [giöf]  III.  got.  giba,
altn.  blindo  (A.  Sg.  Fern.),  I,  blinda  III,  got.  blinda,
altn.  tamido  (1.  Sg.)  I,  tamda  III,  got.  tamida.
Uebermässiges  ä  zeigt  auch  im  got.  noch  langen  Vocal,
der  entweder  wie  nord.  wahrscheinlich  schon  sehr  früh  zu  6
gefärbt  worden  ist  —•  oder  aber  zunächst  d  blieb  —•  vgl.  das
oben  S.  384  vermuthungsweise  angesetzte  altn.  tamidär  —
später  aber  den  Weg  zu  e  einschlägt.  A  und  ö  wird  einst
geschwankt  haben  und  dieses  Schwankens  bediente  man  sich
zur  Differenzierung  der  Formen.  —  Beiden  Sprachen  gemeinsam ­
  ist  übermässiges  d  in  1.  Sg.  Prs.  Ind.,  2.  Sg.  Prs.  Imp.  der
dritten  schwachen  Conjugation,  im  G.  PI.,  im  N.  Sg.  der  -an  und
der  neut.  an-Stämme,  im  N.  PI.  der  masc.  a-  und  der  a-Stämme,
ebenso  im  G.  Sg.  A.  PI.  der  a-Stämme,  in  den  Adverbien  auf
got.  -ö  und  den  Comparativadverbien  auf  gotisch  -6s.
Also  altn.  kallö  (1.  Sg.)  I,  lcalla  III,  got.  salbo,
altn.  manno  (G.  PI.)  I,  manna  III,  got.  manne,
altn.  dago  (G.  PI.)  I,  daga  III,  got.  dage,
altn.  giafo  (G.  PI.)  I,  giafa  III,  got.  gibd,
altn.  tungo  (N.  Sg.)  I,  tunga  III,  got.  tuggb,
altn.  augo  (N.  Sg.)  I,  auga  III,  got.  augo,
altn.  dagor  (N.  PI.)  I,  dagar  III,  got.  dagos,
altn.  giaför  (G.  Sg.  N.  A.  PI.)  I,  giafar  III,  got.  gibos,
altn.  aptor  (Adv.  Comp.)  I,  aptar  III,  got.  -leikos,
altn.  -likö  (Adv.)  I,  -liga  III,  got.  -leiko.
Das  nordische  zeigt  nun  in  seinem  A.  Sg.  Fern,  blinda,
der  in  I  ein  6  voraussetzt,  dass  im  nord.  wenigstens  ä  in  am
des  A.  Sg.  als  übermässig  aufgefasst  wurde,  dass  also  der  A.  Sg.
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