Ueber die Endsilben der altnordischen Sprache.
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Allerdings könnte unter den Adj. auf -ugr eines oder das
andere mit echtem ug, s. got. handugs, Vorkommen, gewiss
keines mit echtem -ig-, oder -in-, got. nur fulgins. Denn auf
eine Färbung des echten i zu e, wie wir sie hier wegen des
fehlenden Umlauts doch annehmen müssten, werden wir sonst
nirgends geführt.
Wohl aber haben die Adj. auf got. -eigs, -eins ihr altes
* gegen e, in III i ohne Umlaut aufgegeben, offenbar nach
Analogie der Adj. auf -hin, -igr, s. unten ,« ursprünglich vor
der letzten Silbeb Freilich ist es nur sehr wahrscheinlich, dass
nord. gullinn, mättigr, Ableitungen mit altem jan, jag sind
wie got. gultheim, mahteigs. Vgl. Blomberg Bidrag tili omljudsläran
S. 16. 21.
Aehnlich scheint es den Ableitungen auf al ergangen zu
sein. Auch hier neben erhaltenem a, bagall, gamall, i, ohne
Umlaut, und u in III, öfters in einem Worte schwankend
heiniill heimall, drasill drösull, vadill vöctidl, s. Blomberg a. a. 0.
S. 20.
Fared (2. PI. Prs. Ind.) ist eine wahrscheinlichere Form für
die erste Periode als farad. Denn der Weg a I, e II, i III,
also in dritter Periode ohne Umlaut fand, kommt sonst bei
ursprünglich vorletzten Silben nicht vor. Inlautend finden wir
ihn nur bei fadar I, in ursprünglich letzter Silbe, das in III
factir wird. A in -ar von fadar 1 aber stammt von vorgermanisch
ä, hatte also vielleicht eine verschiedene Qualität
und die Schlussconsonanz ist eine andre. Dazu kommt dass
got. hier die Färbung des Stammvocals zu i bietet, farith,
übereinstimmend mit e, i, im griech., lat., altir., altslaw., während
die westgermanischen Sprachen, wie das litauische, a bewahrt
haben. Ein europäisches e hier mit Curtius Spaltung des
A-Lautes S. 26, J. Schmidt KZs. 21, 284, Leffler Tidskrift f. f.,
Neue Folge, 2, 271, anzunehmen, von dem dann einige Sprachen
wieder auf a zurückgegangen wären, ist sehr bedenklich und
ganz unnötbig. Es liegen für ost- und westgermanisch zwei
Formen vor, deren eine ja ganz gut und ohne die Verwandtschaft
der germanischen Sprachen irgendwie zu erschüttern,
mit der Form anderer arischer Sprachen sich begegnen kann.
Schwankend behandelt sind die Partikeln auf vorgermanisch
-ari, s. Bezzenberger Untersuchungen über die got. Adv,