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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 87. Band, (Jahrgang 1877)

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H  e  i  n  z  e  1.

Navneordenes  böjning  S.  119  Anm.  Vgl.  die  gleiche  Behandlung ­
  des  nt  zwischen  letzter  und  vorletzter  Silbe:  fara  (3.  PI.)
aus  faranti  setzt  farann  als  Uebergangsform  voraus.  —  Der
N.  Sg.  Masc.  aber  duldet  diese  Assimilation  nicht,  s.  haitinaR
Tan  um,  HarabanaR  Varnum,  wo  -naR  nach  dem  oben  Entwickelten ­
  gleich  -nr  ist.  Das  s  wird  hier  länger  tonlose  Qualität
bewahrt  haben,  wenn  es  auch  in  I  schon  tönend  ist.  Die  Möglichkeit, ­
  s  tonlos  und  tönend  zu  sprechen,  wurde  zur  Differenzierung ­
  benutzt.  —  Nähme  man  in  I  schon  nn  für  nr  in
N.  Sg.  an  wie  für  den  G.  Sg.  der  ««-Stämme,  so  ergäbe  dies  in
III  apta  statt  aptann  wie  hcma  (G.Sg.),  fara  (3.  PL).
A  ursprünglich  in  letzter  Silbe.
Lang  A.
Vorbemerkung  über  ä  und  u.
Es  ist  hier  unmöglich,  die  sprachlichen  Thatsachen  zu
erklären,  wenn  mau  nicht  verschiedene  Qualität  der  zu  Grunde
liegenden  vorgermanischen  Laute  annimmt.  Eine  Gruppe  altarischer ­
  langer  a  letzter  Silbe  wird  nordisch  inlautend  zuerst  a,
in  der  dritten  Periode  auslautend  u,  das  in  III  abfällt,  —
eine  andere  zeigt  zuerst  6,  in  dritter  Periode  «,  und  zwar
zum  Theil  unter  denselben  Bedingungen  wie  die  erste  Gruppe.
Sowohl  auslautend  als  in  den  Formeln  -an,  -dt  wird  altarisch  ä
einerseits  zu  i,  andererseits  zu  a:  vaku  I,  vök  III  (N.  Sg.),  aber
ltalla  III  (1.  Sg.),  lmna  I,  hani  III  (N.  Sg.),  aber  tungö  I,
tunga  III  (N.  Sg.),  tamida  I,  tamdi  III  (3.  Sg.  Pf.  Ind.),  aber
illa  III  (Adv.),  sind  bezeugte  Formen  für  die  erste  und  dritte
Periode.
Scherer  hat  GDS.  S.  120  zur  Erklärung  der  verschiedenen
Behandlung,  welche  in  allen  germanischen  Sprachen  die  vorgermanischen ­
  ä  letzter  Silbe  erfahren,  auf  die  vedischen  aa,
da,  ad  aufmerksam  gemacht,  über  welche  Kuhn  Beiträge  4,
180  ff.  handelt.  Es  gab  wahrscheinlich  schon  im  altarischen
zwei  lange  a,  ein  einfaches  und  ein  übermässiges.
Wenn  wir  nun  im  nordischen  der  Periode  III  einerseits  a,
andererseits  i  finden,  und  i  nur  ganz  selten  —  tamdir  (2.  Sg.
            
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