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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 87. Band, (Jahrgang 1877)

Ueber  die  Endsilben  der  altnordischen  Sprache.

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abgestanden  haben  kann,  wie  denn  die  Gommorinsckrift  II
die  graphische  Unterscheidung  des  Istabysteines  nicht  kennt.
Keinesfalls  aber  wurde  ar  in  -wulAfAR  ausgesprochen,  wie
im  neuisländisclien,  als  -ur.  Auch  hätte  das  nasalierte  a  des
A.  Sg.  mit  dieser  Geltung  Umlaut  wirken  müssen,  also  in  III
örm  für  arm  ergeben.
Aber  die  Nasalierung  war  wohl  facultativ.  Die  au-Stämme
müssen  -am  durch  das  Auslautgesetz  ganz  verloren  haben.
Sonst  wäre  Tianan  die  Form  des  A.  Sg.  statt  Jiana.
Dagegen  scheinen  die  tar-Stämme  -ä  gehabt  zu  haben,
fadura  (A.Sg.);  s.  unten  ,a  ursprünglich  vor  der  letzten  Silbe'  I.
In  der  pronominalen  Declination  möchte  ich  weniger
Gewicht  legen  auf  tliat  in  der  archaisierenden  Björketorper
Inschrift  —  s.  Bugge  Tidskrift  f.  ph.  7,  341  —  als  auf  spakt
(N.  A.  Sg.  Neut.)  in  III.  Setzte  man  in  I  spakatä,  II  spakata
an,  so  hätten  wir  hier  den  einzigen  Fall,  dass  a  vorletzter
Silbe  zugleich  mit  dem  Vocal  der  letzten  ausgefallen  wäre,
s.  hamars)  hamar  (G.  A.  Sg.)  III.  Es  wird  im  altn.  wie  im  westgermanischen ­
  in  I  that,  spakat  gegolten  haben.  —  Auch  die
Ausnahme  heictinn  (A.  Sg.  Masc.)  in  III  gegenüber  gamlan  beruht
wohl  darauf,  dass  man  bei  sm-Ableitungen  des  Adj.  nicht  -arm
in  I  sprach,  sondern  -an.
Auch  bei  and-,  i-,  «-Stämmen  zwingt  nichts  A.  Sg.  auf
-andä,  -ü  anzunehmen.
Ganz  dieselbe  Erhaltung  eines  nasalierten  a  gegenüber
einem  Gesetze,  das  a  letzter  Silbe  befehdet,  in  III;  s.  unten.
Der  A.  PI.  der  a-Stämme  kann  in  I  nicht  anders  als  auf
nn  ausgelautet  haben.  S  wurde  durch  das  consonantische  Auslautgesetz ­
  nicht  angegriffen,  aber  dem  n  assimiliert,  und  a
fand  vor  dem  vocalischen  durch  die  Doppelconsonanz  Schutz:
dagns  armns,  dagnr  arrnnr,  gagnn  armnn  wären  undeutliche
Formen  gewesen,  dagans  armans,  daganr  armanr  I  hätten
in  III  ann  ergeben,  wie  aptanas  in  I  aptanr,  in  III  aptann.
Ebenso  wurden  die  -ans  behandelt,  welche  sich  aus  -anas  nach
Eintritt  des  vocalischen  Auslautgesetzes  gebildet  hatten,  im
G.  Sg.  A.  PI.  der  masc.  ara-Stämme,  —  ähnlich  -ans  im  G.  Sg.  A.  PL
der  dn-Stämme.  Ueberliefert  sind  die  G.  Sg.  Masc.  Ketlian
Belland,  Tkrawiugau  Tanum,  Igingon  Stenstad;  s.  Wimmer
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