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Hartei.
Feldherrn zu Gefangenen gemacht und musste um 50 Talente
von den Athenern ausgelöst werden. So endete dieser Krieg
schimpflich und nicht ohne den empfindlichsten Nachtheil für
die athenischen Finanzen. Von der Noth, in welche die gleichzeitigen
Rüstungen für Olynth und Euboea im Jahre 350 den
Staat gebracht, gibt der Umstand eine Vorstellung, dass eine
Zeit lang nicht genug Geld in den Cassen war, um die Diltasterien
zu bezahlen.
Wir sind mit dieser Expedition in der eigenthümlichen
Lage, dass wir über ihren Verlauf und eine Reihe gleichzeitiger
Massregeln im Innern, die sich auf sie beziehen, detaillirter
unterrichtet . sind als über eine andere dieser Epoche; aber
über das Jahr, in welches sie fällt, fehlt jedes Zeugniss und
wir können dasselbe nur auf dem Wege der Conjectur feststellen.
Nur so viel ist sicher, dass sie mit den beiden andern
Expeditionen nach Euboea vom Jahre 357 und 341 v. Chr.
nichts zu thun hat. Sie muss zwischen sie fallen. Zur chronologischen
Fixirung dient zunächst die Thatsache, dass während
sie vorbereitet wurde und im Gange war, in Athen auch für
Olynth gerüstet wurde und eine Expedition dahin abging.
Dem Zwange dieser Thatsache sucht man in verschiedener
Art gerecht zu werden, indem man entweder an der philochorischen
Datirung des olynthischen Krieges (01.107, 4) festhaltend,
den euboeischen Zug in das Jahr 349 oder 348 setzt, oder
aber, indem man den Ausbruch des Krieges auf Chalkidike
im Jahre 350 erfolgen und die Athener auf ein unbestimmtes
Gerücht davon einen militärischen Spaziergang nach Olynth
unternehmen lässt. In beiden Fällen ist die Coi'ncidenz des
euboeischen und olynthischen Krieges und der athenischen
Rüstungen für Beide gewahrt. Die erstere Ansicht vertheidigen
Grote und Weil mit dem Unterschiede, dass Grote den euboeischen
Zug nach den Reden des Demosthenes und den drei
philochorischen Hilfssendungen in den Frühling des Jahres 348
setzt, während Weil mit zum Theile eigenthümlicher Begründung
Apollodors Antrag und die Rüstungen für Euboea und
Olynth in dem Winter und Frühling des Jahres 348 vor sich gehen
lässt, während bereits Charidemos, der Führer der zweiten
philochorischen Expedition, auf Chalkidike operirte. Ihm ist
es gelungen, eine Autorität auf diesem Gebiete wie Friedrich
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