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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 87. Band, (Jahrgang 1877)

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Pfizmaier.

denen  sie  an  einander  dachten,  und  sie  thaten  den  Schwur  des
gemeinschaftlichen  Altwerdens,  des  Zusammenwachsens  der
Zweige.  Seitdem  waren  bei  Moto-faru  die  Gedanken  der  Liebe
schmerzlich,  und  er  kränkte  sich  im  Geheimen,  dass  zu  einer
nochmaligen  Zusammenkunft  die  Zeit  nicht  war.  Einst  —  es
mochte  ihm  wohl  unmöglich  gewesen  sein,  seiner  Leidenschaft
Einhalt  zu  thun  —  berief  er  Sato-mi  I-suke  zu  sich,  erzählte
ihm  von  jenem  Bunde,  den  er  in  dem  Schiffe  geschlossen,  und
betraute  ihn  mit  der  Uebermittlung  eines  Briefes  an  O-sen.
I-suke-mo  moto-faru-gci  jo-su-ivo  \  fobo  sirazaru-ni-wa  aranedomo
  |  ani  fakaran-ja  ka-bakari  (setsu)-narcin-to-ioa  \  tadatsi-ni
isamete  tb-zalcen-to  omoi-si-ga  ina-ina  koto-waza-ni  ijeru  midzu-no
de-banci  |  si-i-te  kore-ivo  sajegiran-to  suru-ioa  \  iwajuru  —■  jjf.
(issia-sin),-no  ^  (fi)-ni  —■  (ippai)-no  \  midzu-wo  motte  suruni
  ni-taru-beku  \  sika  nomi  narazu  ika-naru  jo-kar.anu  koto  aranmo
  fakari-gatasi.  Josi-josi  sibaraku  •jjjf  (mei)-ni  sitcigai-te
jori-jori-ni  isame-ivo  iren-ni-iva-to  \  fumi-wo  o-sen-ni  jjÜ  (tsü)-zesi-jori
  kono  kata  \  ai-miru  koto-wa  Icatasi-to  ije-domo  |  siba-siba
juki-kai-no  fumi-ni  (zio)-ioo  nobe  \  adasi-gokoro-wo  j^|J  (seij-si
IfiU  (sei)-serare  \  kami-ni  fotoke-ni  tsikai-si-ka-ba  |  naka-naka  aio-jori-wa
  ija-masi-ni  \  fukaki  tsigiri-to  nari-ni-Mru.
Es  war  zwar  nicht  der  Fall,  dass  I-suke  den  Zustand
Moto-faru’s  nicht  im  Ganzen  gekannt  hätte,  doch  wie  sollte  er
Rath  schaffen?  Wo  eine  solche  Heftigkeit  sein  wird,  darf  man
nicht  daran  denken,  Vorstellungen  zu  machen  und  fern  zu
halten.  Es  ist  wie  es  in  dem  Sprichworte  heisst:  Bei  der
grössten  Höhe  des  Wassers  dieses  mit  Gewalt  verschliessen
wollen.  Es  wird  etwas  Aehnliches  sein  wie:  Bei  dem  Feuer
von  einem  Wagen  Brennholz  mit  einem  Becher  Wasser  thätig
sein.  Ausserdem  lässt  sich  nicht  ermessen,  welche  üblen  Dinge
entstehen  werden.  Gut!  Man  wird  einstweilen  dem  Befehle
gehorchen  und  von  Zeit  zu  Zeit  Vorstellungen  machen.  —  So
denkend,  übermittelte  er  den  Brief  an  O-sen.  Seitdem  war  es
zwar  unmöglich,  sich  zu  sehen,  doch  durch  die  häufig  ankommenden
  Briefe  gab  man  der  Leidenschaft  Ausdruck,  wehrte
dem  falschen  Sinne.  Diesem  wurde  gewehrt,  und  man  schwor
zu  den  Göttern  und  Buddha.  In  der  Tliat,  seit  sie  einander
begegnet,  wurde  der  Bund  immer  inniger.
            
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