278
Pfizmaier.
denen sie an einander dachten, und sie thaten den Schwur des
gemeinschaftlichen Altwerdens, des Zusammenwachsens der
Zweige. Seitdem waren bei Moto-faru die Gedanken der Liebe
schmerzlich, und er kränkte sich im Geheimen, dass zu einer
nochmaligen Zusammenkunft die Zeit nicht war. Einst — es
mochte ihm wohl unmöglich gewesen sein, seiner Leidenschaft
Einhalt zu thun — berief er Sato-mi I-suke zu sich, erzählte
ihm von jenem Bunde, den er in dem Schiffe geschlossen, und
betraute ihn mit der Uebermittlung eines Briefes an O-sen.
I-suke-mo moto-faru-gci jo-su-ivo \ fobo sirazaru-ni-wa aranedomo
| ani fakaran-ja ka-bakari (setsu)-narcin-to-ioa \ tadatsi-ni
isamete tb-zalcen-to omoi-si-ga ina-ina koto-waza-ni ijeru midzu-no
de-banci | si-i-te kore-ivo sajegiran-to suru-ioa \ iwajuru —■ jjf.
(issia-sin),-no ^ (fi)-ni —■ (ippai)-no \ midzu-wo motte suruni
ni-taru-beku \ sika nomi narazu ika-naru jo-kar.anu koto aranmo
fakari-gatasi. Josi-josi sibaraku •jjjf (mei)-ni sitcigai-te
jori-jori-ni isame-ivo iren-ni-iva-to \ fumi-wo o-sen-ni jjÜ (tsü)-zesi-jori
kono kata \ ai-miru koto-wa Icatasi-to ije-domo | siba-siba
juki-kai-no fumi-ni (zio)-ioo nobe \ adasi-gokoro-wo j^|J (seij-si
IfiU (sei)-serare \ kami-ni fotoke-ni tsikai-si-ka-ba | naka-naka aio-jori-wa
ija-masi-ni \ fukaki tsigiri-to nari-ni-Mru.
Es war zwar nicht der Fall, dass I-suke den Zustand
Moto-faru’s nicht im Ganzen gekannt hätte, doch wie sollte er
Rath schaffen? Wo eine solche Heftigkeit sein wird, darf man
nicht daran denken, Vorstellungen zu machen und fern zu
halten. Es ist wie es in dem Sprichworte heisst: Bei der
grössten Höhe des Wassers dieses mit Gewalt verschliessen
wollen. Es wird etwas Aehnliches sein wie: Bei dem Feuer
von einem Wagen Brennholz mit einem Becher Wasser thätig
sein. Ausserdem lässt sich nicht ermessen, welche üblen Dinge
entstehen werden. Gut! Man wird einstweilen dem Befehle
gehorchen und von Zeit zu Zeit Vorstellungen machen. — So
denkend, übermittelte er den Brief an O-sen. Seitdem war es
zwar unmöglich, sich zu sehen, doch durch die häufig ankommenden
Briefe gab man der Leidenschaft Ausdruck, wehrte
dem falschen Sinne. Diesem wurde gewehrt, und man schwor
zu den Göttern und Buddha. In der Tliat, seit sie einander
begegnet, wurde der Bund immer inniger.