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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 87. Band, (Jahrgang 1877)

Htnne-Studien.  I.

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gewöhnlich  begleitet  durch  die  sensible  aber  vage  Vorstellung
von  einer  dieser  Thatsachen  oder  Individuen/ 1  ,Allein  diese  Vorstellung ­
  ist  nicht  die  allgemeine  und  abstracte  Idee,  sie  ist  milderen ­
  Begleitung,  ....  meine  abstracte  Idee  ist  vollkommen  klar
und  bestimmt/ 2  jene  Vorstellung  hingegen  ist  nur  ,ein  Residuum ­
  der  zahlreichen  abgeschwächten  und  verworrenen  Erinnerungen'. ­
  3
Was  hier  aus  Taine’s  von  Tautologien  keineswegs  freier
Darstellung  hervorgehoben  ist,  genügt  wohl,  um  über  seine
Stellung  in  der  Abstractionscontroverse  nicht  den  leisesten
Zweifel  übrig  zu  lassen.  Wir  haben  einen  Nominalismus  vor
uns,  der  weiter  geht,  als  heute  irg’end  ein  anderer  namhafter
Vertreter  dieser  Richtung  zu  billigen  geneigt  sein  dürfte,  —
weiter  auch  als  der  David  Hume’s,  der  bei  aller  Verwandtschaft
mit  der  Taine’schen  Ansicht  doch  nie  die  Namen  mit  den
abstracten  oder  allgemeinen  Ideen  kurzweg  identificirt  hat.
Das  gilt  zunächst  natürlich  nur  von  Taine,  dem  Verfasser
des  Buches  ,De  l’intelligence';  wie  sich  damit  die  allem  Anscheine ­
  nach  gerade  entgegengesetzten  Aeusserungen  des  Autors
des  ,Positivisme  anglais'  vereinigen  lassen,  darüber  wird  nicht
leicht  eine  Hypothese  aufzustellen  sein.  Liegt  zwischen  den
Jahren  1864  und  1870  keine  Meinungsänderung  von  Seiten
Taine’s,  so  ist  es  immerhin  nicht  ohne  ein  eigentümliches  Interesse, ­
  in  dem  im  erstgenannten  Jahre  verfassten  Buche  den
Nominalisten  Taine  gegen  den  angeblichen  Nominalismus  des
Conceptualisten  J.  St.  Mill  polemisiren  zu  sehen.  —
Nur  Beiträge  zur  Geschichte  des  englischen  Nominalismus
  zu  liefern,  war  die  Aufgabe  dieser  Schrift,  —  nicht  eine
Geschichte  desselben;  aber  auch  die  wenigen  hier  beigebrachten ­
  Daten  werden  hinreichen,  uns  vor  dem  Vorwurfe  zu
bewahren,  als  wäre  Hume’s  Abstractionstheorie  an  sich  und  in
ihren  Consequenzen  etwas  Ueberwundenes  und  daher  eine  eingehende ­
  Prüfung  derselben  nicht  mehr  gerechtfertigt.  Aber

1  Bd.  II  S.  241,  vergl.  auch  das  Folgende,  in  der  Hauptsache  nur  eine
Wiederholung  des  schon  im  ersten  Bande  Gesagten.
2  Bd.  II  S.  243.
3  ibid.  S.  229.
Sitzuugaher.  d.  phil.-liist.  CI.  LXXXVU.  Bd.  I.  Hft.

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