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M e i n o n g.
bezeichnet wird, und diese complexe Idee des Individuums,
verwachsen mit einer andern, einer dritten derselben Art u. s. f.
ohne Ende ist das andere der dadurch bezeichneten Dinge. So
bezeichnet das Wort Rose vor Allem einen bestimmten Geruch,
bestimmte Farbe, Gestalt, Consistenz, so associirt, dass
sie eine Idee, die des Individuums, ausmachen; ferner bezeichnet
es dieses Individuum, associirt mit einem andern,
einem dritten, vierten u. s. f., mit einem Wort, es bezeichnet
die Classe.' 1
Gerade die letzten Zusammenfassungen legen den Vergleich
mit Hume ungemein nahe. Wie bei diesem haben wir
auch bei James Mill den Versuch vor uns, die Verallgemeinerung
als speciellen Fall der Ideenassociation zu erweisen; wie
dort, so ist hier der Name zunächst an das Individuum geknüpft
und erweckt auch jederzeit zunächst die concrete Iudividualvorstellung
mit all ihren Bestimmungen; wie dort, so schliesst
sich hier an diese ein eigentümliches psychisches Phänomen,
das vermöge der concurrirenden Association verschiedener Individualbegriffe
an denselben Namen entsteht, und dem in Folge
der grossen Anzahl dieser Individualia eine gewisse Unklarheit
anhaftet, was Hume als blos virtuelle Gegenwart der Einzelvorstellungen,
Mill als Indistinctheit seiner complexen Idee
bezeichnet. Natürlich liegt uns eine Kritik Mill’s hier völlig
fern; so viel kann man jedoch schon auf den ersten Blick erkennen,
dass Hume ihm wenigstens in einem Punkte überlegen
scheint: er hat auf die zum Zustandekommen einer
geregelten Association notwendig erforderliche Aehnlichkeit
der Individuen hingewiesen, die James Mill völlig ausser Acht
gelassen hat.
Mancher Leser wird vielleicht ein wenig befremdet sein,
an zweiter und letzter Stelle in diesem Zusammenhänge den
Namen H. Taine’s anzutreffen. Er gedenkt wohl der Charakteristik,
die der Verfasser des ,Positivisme anglais' in seiner
etwas rhetorischen Weise von der Abstraction gegeben hat.
,Eine neue Fähigkeit erscheint', sagt er unter Anderem in der
1 ibid. S. 266.