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M e i n o n g.
fehlt es ist, als ein Schritt und zwar einer der ersten Schritte
in der Richtung- zu betrachten, die seit Hume für die Entwickelung
der empirischen Schule von entscheidenstem Belang
geworden ist, indem sie deren Philosophie im eigentlichen Sinne
zu einer Philosophie der Jdeenassociation gemacht hat. Wenn
J. St. Rlill gerade bei der Erörterung der auf die Abstraction
bezüglichen Fragen sich zu dem Ausspruche gedrängt fühlt,_
,dass es in der Psychologie nichts Universelles gibt, ausser
den Gesetzen der Association', 1 so ist dies nicht nur höchst
bezeichnend für die denn doch über Gebühr grosse Rolle,
welche dieses, gewiss höchst bedeutungsvolle, Princip in der
englischen Psychologie der Gegenwart spielt, sondern es beleuchtet
zugleich in unverkennbarer Weise den Einfluss, den
Hume im Laufe eines Jahrhunderts auf das Denken seiner
Landsleute zu nehmen vermochte. Denn es bedarf nur noch
eines Blickes auf die Weise, in der noch J. Locke am Ende
des zweiten Buches seines Essay die Phänomene der Ideenassociation
behandelt, um zu erkennen, wie Hume es war, der
zu einer wissenschaftlichen Verwerthung der Association zur
Erklärung anderer psychischer Erscheinungen erst recht eigentlich
den Anstoss gegeben hat.
Bezieht sich das eben Gesagte zwar nicht nur auf Hume’s
Abstractionstheorie, doch sicher auch auf diese, so muss
zweitens unter alleiniger Rücksicht auf letztere noch einmal
an das erinnert werden, was schon oben 2 über das Verhältniss
Hume’s zu Berkeley festgestellt wurde. Wenn heute unter den
englischen Empirikern der Nominalismus als die herrschende
Lehre gilt, so ist das eine Thatsache, die, wie wir wissen, zunächst
nicht auf die berühmte Einleitung in Berkeley’s Abhandlung,
sondern auf die hier von uns geprüften Ausführungen
Hume’s zurückweist.
Freilich, wer den modernen englischen Nominalismus nach
dem beurtheilen wollte, was J. St. Mill, der sich selbst auch
unter die Nominalisten zählt, über Abstracta sagt, der könnte
leicht zu der Meinung gelangen, dass dieser ,Nominalismus'
1 Examination ch. XVII, a. a. O. S. 379.
2 S. 218 ff.