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M e i n o n g.
legenheit hatten, eine Idee von einem Individuum noch lange
keine Individualidee; aber nur, wenn dies der Fall wäre, liesse
sich von der durchgängigen Individualität der Dinge auf die
der Ideen scliliessen.
Was noch an diesem Beweise als befremdlich in die Augen
fällt, ist der ausdrückliche Gegensatz, in den liier Realität und
Idealität gestellt sind, und der Hume’s sonstigen Ansichten über
diesen Punkt kaum zu entsprechen scheint. Da uns jedoch
Hume’s Metaphysik erst später beschäftigen wird, müssen wir
uns hier begnügen, auf das Auffallende dieser Thatsache hingewiesen
zu haben.
Schauen wir einen Augenblick auf die Resultate unserer
bisherigen Betrachtungen zurück, so müssen wir dieselben als
durchaus negativ bezeichnen. Die These, die Hume aufstellt,
um Berkeley’s Verwerfung aller abstracten Ideen neu und abschliessend
zu begründen, hat sich hiefür als zu schwach, die
zu Gunsten dieser These vorgebrachten Argumente haben sich
aus den verschiedensten Gründen als ungeeignet erwiesen, das
unmittelbar zu Beweisende, — noch ungeeigneter, das mittelbar
zu Beweisende zu stützen. Aber wir haben Berkeley’s
Polemik gegen Locke’s Ansichten in der Hauptsache als berechtigt
anerkennen müssen; hat also auch Hume zu dieser
Polemik nichts Neues hinzubringen können, was haltbar wäre,
so berechtigt uns dies, vom historischen Interesse ganz abgesehen,
auch sachlich noch keineswegs, Hume’s Versuch, die
Theorie Berkeley’s auch nach der positiven Seite hin auszubilden,
einfach unberücksichtigt zu lassen, und dies um so
weniger, als sich Berkeley’s Positionen gerade als der schwächere
Theil seiner Ausführungen herausgestellt haben.
Die Erscheinung, um deren Erklärung es sich handelt,
ist, wie wir wissen, die, dass die nach Hume’s Meinung als
object, that is possessed of quantity and quality, and yet is possessed of no
precise degree of either; it follows that there is an equal irapossibility
of forming an idea, that is not limited and confined in both tliese particulars“
(a. a. 0. S. 327). Bezieht sich hier das ,that‘ im Vordersätze,
wie wohl am natürlichsten wäre, auf ,object 1 , so ist der Satz richtig, aber
für Hume unbrauchbar; bezieht es sich dagegen auf ,idea‘, so stimmt er
zu Hume’s Absicht, ist aber falsch.