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Meinong.
irgend einer Weise präcisirt, und vor Allem die Frage, wie
eine particuläre Idee dazu komme, andere gleichartige Ideen
zu ,repräsentiren i oder zu ,bezeichnen', und so allgemein zu
werden, hat eine Antwort gefunden. Mag die Hypothese nun
haltbar sein oder nicht, jedenfalls ist sie dadurch, dass die
Namen in den Vordergrund treten, klar und discutirbar geworden,
und aus der Erörterung derselben kann für die Psychologie
nur Gewinn erwachsen; insofern hat sich also Hume
um die Förderung der Untersuchungen über Abstracta weit
mehr und namentlich weit selbstständiger verdient gemacht,
als man gewöhnlich anzunehmen geneigt ist. Er, nicht Berkeley,
hat den Worten jene so hervorragende Stelle in unserem Geistesleben
zuerkannt, welche uns berechtigt, seine und seiner Nachfolger
Theorie als nominalistische zu bezeichnen, und so
verdient er weit mehr als Berkeley den Namen des eigentlichen
Begründers des modernen Nominalismus.
Treten wir nun näher an die Hume’schen Untersuchungen
heran. Diese gehen davon aus, dass die meisten oder alle allgemeinen
Ideen von dem speciellen Grade der Qualität und
Quantität abstrahiren, da ein solcher doch nicht leicht einen
Artunterschied begründen kann. Dennoch ,repräsentirt die abstracte
Idee Mensch Menschen von allen Grössen und Eigenschaften,
und man nimmt an, dies könne nicht anders geschehen,
als indem sie entweder alle möglichen Grössen und Eigenschaften
auf einmal, oder gar keine davon repräsentirth Das Erstere
scheint eine unendliche Fassungskraft vorauszusetzen; man hat
sich daher zu Gunsten des Letzteren entschieden. Dem gegenüber
will Hume zeigen, einmal, dass es unmöglich ist, Quantität
oder Qualität ohne bestimmten Grad vorzustellen, — ferner, dass
wir uns trotz unserer blos endlichen Fassungskraft ,einen Begriff
von allen möglichen Graden von Quantität und Qualität' machen
können, nicht vollständig zwar, aber doch in einer Weise, die
allen praktischen Zwecken genügt. 1
Den ersten, negativen Theil seiner Behauptung stützt
Hume durch folgende drei Argumente:
Treatise b. 1 p. I eh. VI], WW. Bd. 1, S. 325 f.