Hume-Studien. I.
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subsumirt werden könnte, ist durch das Gesagte von selbst
ausgeschlossen, wenn auch niemand bestreiten wird, dass eine
solche Association, schon in Folge der Aehnlichkeit zwischen
dem universellen Begriff und den untergeordneten Particularideen,
nichts eben Seltenes ist. Wo sie auftritt, wird sie sich
natürlich auch durch Reproduction des einen Gliedes beim
Erscheinen des anderen äussern; aber es ist klar, dass der
gewaltig fehlgehen würde, der in dieser Reproduction das
Wesen des Umfanges zu erblicken glaubte.
Kehren wir nach dieser längeren, aber hoffentlich nicht
ganz ergebnisslosen Abschweifung nun wieder zur Prüfung
Berkeley’s zurück. Wie wir sahen, hat er von der Aufmerksamkeit
als Erkläruugsprincip für das Phänomen der Verallgemeinerung
eigentlich keinen Gebrauch gemacht. Durch die
Opposition gegen Locke bis zur Leugnung aller Abstraction
getrieben, hat er sich selbst die Möglichkeit entzogen, die
Frage nach der Universalität befriedigend zu lösen. Damit ist
manche richtige Bemerkung im Einzelnen natürlich noch sehr
wohl vereinbar. Er hat, wie wir nun wissen, ganz Recht, zu
behaupten, die Allgemeinheit bestehe nicht in dem ,absoluten,
positiven Wesen' von etwas allein; auch wenn er davon spricht,
dass allgemeine Begriffe die individuellen vertreten, kann das
in zutreffender Weise aufgefasst werden. Aber Alles, was er in
diesem Zusammenhänge sagt, ist lückenhaft, unbestimmt. Liest
man, dass die Ideen ihre Allgemeinheit dem verdanken, was sie
bezeichnen, so weiss man schon nicht, ob man es hier nicht
etwa mit einem Ansatz zu einer Associationstheorie zu tliun hat;
vollends zurückweisen muss man aber die Ansicht, als könnten
Begriffe, ,die ihrer eigenen Natur nach particulär sind', anders
als eben durch Aufgeben dieser Natur allgemein werden.
Nicht eben so rasch können wir an Berkeley’s v\.ufstellungen
über die Bedeutung der Worte vorübergehen. Hat sich
uns auch bereits ergeben, dass seine Polemik gegen Locke in
dieser Hinsicht nicht als ein Eintreten für die Beziehung der
Worte auf Dinge aufgefasst werden kann, so ist damit doch
keineswegs ausgeschlossen, dass Berkeley’s Behauptungen dem
wirklichen Sachverhalte weit näher stehen als die Lockc’s.
Wenn nämlich dieser den Gebrauch der Worte für Dinge als