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Meinon g.
ein kleinerer Inhalt zu 4 . Es muss hier im Auge behalten
werden, dass nur von einer Reihe sub ordinirter Begriffe
die Rede und die Grösse von Zuwachs oder Abnahme ganz
unbestimmt gelassen ist. Ueber diese Grenzen hinaus kann
dem Gesetze nicht einmal eine annähernde Richtigkeit eingeräumt
werden. -—
Was sich aus unseren Betrachtungen ergeben hat, ist in
Kurzem dies: Für die Frage, ob ein Begriff universell oder
particulär sei, ist die Anzahl der dem Inhalt desselben ausmachenden
Attribute ganz unwesentlich, nicht ebenso die Qualität
dieser Attribute; denn je nachdem mit Rücksicht auf
diese Qualität das Vorhandensein von mehreren, dem fraglichen
Begriffe entsprechenden Individuen als mathematisch oder physisch
unmöglich betrachtet werden muss oder nicht, muss auch
der Begriff als individuell oder allgemein gelten. Für die Frage
dagegen, ob ein universeller Begriff mehr oder minder
universell sei, kann die Inhaltsgrösse unter Umständen von
Belang sein, und die Inhaltsqualität ist es immer, aber aus
dieser oder jener oder beiden allein wäre darüber gar nichts
zu entnehmen; denn beim Umfang handelt es sich um ein
Verhältniss und mit dem Inhalte ist nur ein Glied desselben
gegeben, das zweite kann nur durch die Erfahrung beigebvacht
werden.
Der Umfang ist, und das verdient wohl festgehalten zu
werden, nicht etwas, das, gleich dem Inhalte, selbstverständlich
oder gar nothwendig in dem Begriffe vorgestellt würde. Man
wird zwar häufig, wenn man einen Begriff denkt, sich auch
vergegenwärtigen, ob der Umfang desselben gross oder klein
sei; aber dies ist durchaus nicht wesentlich, und wenn nachträgliche
Erfahrung ergibt, dass der Umfang weit grösser ist
als man vorher glaubte, kann dies am Begriffe selbst nicht das
Geringste ändern. Deshalb wird der Umfang des Universalbegriffes
gewöhnlich als etwas für unsere Erkenntniss Unbestimmtes
gedacht, da Vieles in denselben gehören mag, das
wir niemals vorgestellt haben. Der wirkliche Umfang ist
eben von unserer Erkenntniss gerade so unabhängig als irgend
eine Thatsache der äusseren Welt; dass daher zwischen allgemeiner
und individueller Vorstellung erst eine Association
contrahirt werden müsste, damit die letztere unter die erstem