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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 87. Band, (Jahrgang 1877)

Centralasiatische  Studien.  I.

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iranisch  zu  erkennen;  näutftk  (Üljjli)  bedeutet  ,schiffbar',  und
so  heisst  auch  ein  Fluss  in  Ghaznln,  auf  der  Hochebene  Pesyansa'i,
  bis  wohin  Afräsiyäb  vorgedrungen  sein  soll  (Bundehes
cap.  XXX);  auch  die  Deutung  ,neu  fliessend,  neuer  Wasserlauf' ­
  ist  möglich,  da  der  Strom  von  Kiss  zeitweilig  sein  Bett
verändert  haben  mochte;  oder  es  ist  Naiiay.a  eine  Entstellung
in  griechischem  Munde  für  Naukata  (vgl.  baktr.  kata  ,Haus,
Leichenbehälter'),  wobei  man  sich  auf  die  im  Gebiet  von  Kiss
gelegene  Ortschaft  Nauqat  oder  Nauqad  berufen  könnte,  wo
der  sogdianische  Prophet  al-Moqanna,  dem  die  Secte  der  ,Weissgekleideten' ­
  anhing,  volle  dreizehn  Jahre  hindurch  (767—780)
seinen  Sitz  inne  hatte;  sein  Wohnsitz  wird  indess  auch  auf
den  Bergrücken  Sanäm  verlegt.  Die  arabischen  Geographen
zählen  von  Nasaf  nach  Süuig  4  Farsang,  w T eiter  nach  Nüqäd
und  Qaris  einen  Tag,  und  dann  nach  Kiss  einen  Tag  (5  Farsang).
Moqaddasi  nennt  bei  Kiss  folgende  Ortschaften:  Nüqad
Qaris  (u^jji')  oder  Qawis  (jLiy.S'),  ferner  Sünig  (^^u)  oder
Surnig  (^^),  und  Eskl-faghn  (^AÄ^Xwl),  das  von  Nasaf
etwas  entfernter  lag  als  Sünig.  Im.  Jahre  1377  verliess  Timur
mit  seinem  Heere  QarsI  und  lagerte  auf  den  weiten  und  grasreichen ­
  Gefilden  bei  Nauqat  (Sarlf  al-dln  I  p.  141).
Ueber  Kiss  selbst  bieten  die  ältesten  Nachrichten  die
sinischen  Schriftwerke.  Ma-tuan-lin  fasst  den  Sucus  derselben
in  folgende  Worte  (Abel-Bemusat,  Nouv.  mel.  asiat.  I  p.  238):
,Le  pays  de  Sse  est  ä  dix  li  au  midi  de  la  riviere  Tü-mo
(d.  i.  Tüm,  bei  Sanf-al-din;  s.  o.!);  il  a  fait  aussi  partie  de
l’ancien  Khang-kiü.  Le  roi  est  de  la  famille  de  Sao-wu,  et
parent  de  celui  de  Samarkand.  II  a  plus  de  mille  soldats.
Les  coutumes  de  cet  etat  sont  pareilles  k  celles  de  Khang,  dont
il  est  eloigne,  au  nord,  de  deux  cent  trente  li  (240  li,  Klaproth
Mag.  asiat.  I  p.  105;  300  li,  Hiuan-Thsang);  du  cöte  du  midi,
il  est  a  cinq  Cents  li  du  Tokharestan;  k  1’ouest,  il  est  a  deux
Cents  li  de  Na-se-po;  au  nord-est,  il  est  a  deux  Cents  li  de
Mi'.  ,La  ville  de  Chuang-kian  Ki-sse  (Kiss  ji’S)  devint  la
capitale  de  plusieurs  milliers  de  li  de  pays,  et  eut  jusq’a  vingt
mille  familles.  C’est  la  qu’est  la  porte  de  fer.  Il  y  a  dans
la  ville  des  temples  dedies  aux  esprits:  on  leur  sacrifie  toujours
mille  moutons  k  la  fois'.  ,Au  temps  des  annees  Plian-khing
            
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