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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 87. Band, (Jahrgang 1877)

Centralasiatische  Studien.  I.

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und  so  der  Schauplatz  erneuter  Insurrection  wurden.  Alexander
musste  in  aller  Eile  von  Samarkand  aufbrechen  und  die  wichtigen
Positionen  von  Xenippa  und  Nautaka,  d.  i.  von  Karsi  und
Sahr-i-sabz,  wiederzugewinnen  trachten.  Für  den  erstgenannten
Canton,  der  als  gut  angebaut  und  dicht  bevölkert  geschildert
wird,  passt  die  Lage  des  heutigen  oasenreichen  Gebietes  von
Karsi  ausnehmend;  sogar  den  Lauten  nach  sind  wir  versucht,
zwischen  2svwc*a  und  Nakhsap  einen  Zusammenhang  anzunehmen;
es  ist  sehr  leicht  möglich,  dass  die  griechischen  Eroberer  den
ihnen  fremd  klingenden  iranischen  Namen  ihrem  Idiome  möglichst ­
  anbequemt  haben,  wie  denn  Silbenumstellungen  und
Consonantenversetzungen  bei  Wiedergabe  orientalischer  Ortsnamen ­
  nicht  selten  eine  Rolle  spielen.  Nakhsap  dürfen  wir
wohl  aus  iranischem  Sprachgut  deuten,  sei  es  dass  wir  das
neupers.  nakhsab  ,leuchtend,  hell  scheinend  (vom  Vollmond)' ­
  zu  Grunde  legen,  oder  dass  wir  nakhs-ap  mit  Rücksicht
auf  die  Nebenform  nas-af  als  den  mit  einem  todten  oder  langsam ­
  fliessenden  Wasser  behafteten  Ort  (vgl.  baktr.  nacju  vsxpö?)
deuten.  Hevncmx  selbst  wird  dann  nicht  mehr  erwähnt,  wir
müssten  denn  zu  einer  Conjectur  Zuflucht  nehmen  und  den  von
Ptolemaeus  im  Flussgebiete  des  Zariaspes  angeführten  Ort
Msvonria  in  Sevoncta  verändern  und  nach  Sogdiana  verlegen  wollen;
dergleichen  Transpositionen  dürfen  wir  bei  Ptolemaeus,  dessen
Abriss  von  Nord-Iran  zu  den  confusesten  Partien  der  Erdkarte
gehört,  ohne  Bedenken  annehmen.
Das  von  Curtius  genannte  Nautaka,  toc  Natixaxa,  spielt  in
den  Kriegen  Alexander’s  eine  wichtige  Rolle.  Als  Bessos  die
Satrapie  Baktra,  die  ihm  keinen  festen  Stützpunkt  mehr  zu
bieten  schied,  da  Drapsaka  (Kunduz),  Aornos  (baktr.  Varena)
und  die  Metropole  Zariaspa  oder  Baktra  in  die  Hände  des
raschen  Eroberers  gefallen  waren,  verlassen  hatte  und  die
Richtung  nach  Marakanda  über  das  eiserne  Thor  einschlug,  um
in  Sogdiana  den  Krieg  fortzuführen  und  für  sich,  wenn  möglich,
eine  Herrschaft  zu  gründen,  hielt  er  zuerst  Rast  in  Nautaka;
vgl.  Arr.  III  28,  9:  Bij<jao?  st?  Naüwaa  xij?  So/Star?)?  /wpa?  ome-/wpst.
  Das  nachrückende  makedonische  Heer  nahm  einen  anderen ­
  Weg:  es  durchzog  die  wasserarmen  brennenden  Sandsteppen ­
  auf  dem  rechten  Oxusufer  und  schlug,  indem  es  den
von  Hochsogdiana  in’s  Flachland  nach  Südwest  verlaufenden
            
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