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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 87. Band, (Jahrgang 1877)

Centralasiatisclie  Studien.  I.

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Berichten  und  Umschreibungen  zur  Genüge  erhellt,  vielmehr
Kosäniya,  Kusäniya  lautete.  Die  Distanzangaben  der  arabischen
Itinerai’ien  und  der  sinischen  Berichte  führen  uns  nach  dem
heutigen  Kattah-qurghän.  Indess  machen  wir  auch  auf  eine
östlich  von  Katyrci  und  nördlich  vom  Hauptflussbett  gelegene
Localität  Kasan  aufmerksam,  welche  Ruinen  eines  alten  Schlosses
enthalten  soll,  und  empfehlen  russischen  Gelehrten  die  archäologische ­
  Durchforschung  dieses  Gebietes.  Und  so  hätten  wir
denn  das  Alterthum  dieser  wichtigen  Position  von  Sogd,
Kiü-soang-ni-kia,  worin  zuerst  Reinaud  (Memoire  sur  Finde
p.  82,  163)  Kosäniya  der  Araber  wieder  erkannt  hat,  ausführlich
dargelegt.

,Quand  on  a  quitte  ce  royaume',  fährt  Hiuan-Thsang  in
seinem  Si-yü-ki  fort,  ,ä  une  distänce  d’environ  deux  Cents  li  ti
l’ouest,  on  arrive  au  royaume  de  Ho-han.  Le  royaume  de
Ho-iian  a  environ  mille  li  de  tour.  Sous  le  rapport
des  produits  du  sol  et  des  meeurs,  il  ressemble  au  royaume
de  Sa-mo-kian.  Quand  on  a  quitte  ce  royaume,  a  une  distänce
d’environ  quatre  Cents  li  a  l’ouest,  on  arrive  au  royaume  de
Pu-hob  Hier  wollen  wir  gleich  bemerken,  dass  der  Name
des  Reiches  mit  einer  geringen  Veränderung  in  der  ersten
Hälfte  (fjlg)  Kie-han  lautet  und  dass  beide  Schreibweisen,
allen  Analogien  zu  Folge,  auf  einen  Lautcomplex  wie  Garghän
oder  Karqän  zurückweisen.  Nach  Hoei-li,  Ma-tuan-lin  und  der
Karte  vom  Jahre  1710  hiess  dieses  Reich  auch  Tonos-’an,  ,le
pays  des  'An  orientaux'  und  Siao-’An  ,le  petit  'An',  und  lag
südlich  vom  Na-mi  sui;  es  hatte  zwanzig  Städte  und  hundert
kleinere  Ortschaften.  Nach  der  Umgestaltung  von  Khang-kiü
in  ein  sinisches  Vasallenreich,  etwa  um  656,  wurde  Tong-’an
unter  dem  Namen  Mu-lan  ceu  in  das  sinische  Gouvernement
einbezogen,  der  Fürst  Sao-wu  pi-si  fügte  sich  der  sinischen
Oberherrlichkeit,  Plo-han  cing  ward  damals  auch  Yo-kin  genannt. ­
  Da  Pu-ho  unstreitig  Bukhär  gleichzusetzen  ist,  so
müssen  wir  Garghana  oder  Karqäna  auf  der  Sogdstrasse  zwischen
Bukhärä  und  Katty-qurghän  suchen;  wir  verfolgen  also  das
Itinerar,  welches  die  arabischen  Geographen  bieten.  Auf  Bukhärä ­
  folgt  bei  ihnen  nach  4  Parasangen  Sorgh  (cj*)  mit  einer
J  11*
            
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