Oentraldsiatisohe Studien, t.
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bezeichnen) die voll Tod ist für Rinder und Felder 4 . Der
Name gava (skr. go), in collectivem Sinne genommen, bedeutet
,Rinderheerde, Hab und Gut 4 und ist auf einen Landstrich
angewendet, welcher an Weideplätzen und Ackerland nicht
Mangel hat. Die eingedrungenen Nomaden haben also — diese
Beobachtung konnten wir schon mehrmal machen — eine
einheimische Benennung beibehalten; wir haben nicht nöthig
den Namen llo oder Hoa aus einer innerasiatischen Sprache
(etwa aus mong. ghowa ghowai ,schön, lieblich 4 ) zu deuten.
Ein weiteres iranisches Appellativum scheint auch in der Bezeichnung
Fu me (Deguignes p. LXX, Klaproth Magas. asiat.
I p. 107 ,Ho etait dans l’ancien territoire de Fou-me 4 ) enthalten
zu sein, die zur Zeit der Han, namentlich um 32—8 v. Chr.,
für diesen Landstrich üblich war (vgl. Klaproth p. 104: ,dans
le Khang-kiü, il y avait cinq roitelets appeles rois de Su-hiai,
de Fu me, de Yü-ni ou Ua-ni, de Ki, de ’Ao-kian ou Yüe-kian 4 );
wir können darin baktr. bümi (skr. bhümi), neupers. büm ,Erdboden,
Ackerland" erblicken. Wenn wir uns fragen, welches
Gebiet auf der heutigen Karte dem uralten Bezirk Gau oder
Bum entspricht, so müssen wir zunächst von der Nachricht
ausgehen, dass das Reich Ho sich südlich vom Namiq und
westlich von Samarqand und Istikhan in der Längenausdehnung
von Süd nach Nord erstreckt habe; die Südgrenze war also
der Tim-tau, welcher terrassenförmig zum Canal Nurpai und
zum Zarafsän abfällt; die Abhänge sind baumlos, enthalten
aber zahlreiche Ansiediungen mit unabsehbaren Getreidefeldern,
die allerdings nur dünn besäet sind und einen geringen Ertrag
abwerfen. Schon Ibn-Ivhordädbeh führt Tim (falsche Lesart
Nim) als einen District von Soghd au, der an der Steuerieistung
Antheil hatte, und Yäqüt bemerkt s. *^6' ,Tim, in der
Sprache von Khurä-sän ein Karawansarai bezeichnend, auch
Timek genannt, ist wie Kasaf und Nasaf eine Burg in Soghd
von Samarqand 4 . Unter den Ansiedlungen sind hervorzuheben :
Qala-i-dawüs mit sehr ausgedehnten Begräbnissplätzen, Zeugen
einer einstigen zahlreichen Bevölkerung (Lehmann S. 97),
höchst wahrscheinlich das alte Dabüsiya; das Dorf Mir;
ferner Buzdubai oder Sirin-khatün, auch Sahr-i-qatän genannt,
d. i. Ribät-I-qatän der pers. Chronisten, mit vielen Ruinen;
K hoga - qurgliän, Arab - khäna; im Gebirge Sarai - qurghän,
Sitzungstoer. d. phil.-hist. CI. LXXXVII. Bd. 1. Hft. 11