Centralasiatische Studien. J.
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von Khang ausdrücklich dieser Race entstammt heissen (Nouv.
mel. as. I p. 227), so ist es möglich, dass der zur Oberherrschaft
gelangte Stamm Kuei-soang ursprünglich im Herzen des
Soghdthales sass und von da aus vorrückend Tukhäristän, Kabul
und das Pangäb sich zu eigen machte. Die armenischen Geschichtschreiber
kennen ein mächtiges, mit den Arsakiden
verbündetes Volk Kusanq, welches siid- und nordwärts vom
Veh-rut (Oxus) sass; auch Firdösi weiss die Macht der Kusanen
zu rühmen (Vivien de St.-Martin, Nouv. ann. des voyages,
1849, III p. 49 sq.). Der syrische Gnostiker Bardesanes gebraucht
bei der Schilderung der Sitten und des Luxus der
baktrianischen Frauen, welche ihre Männer gänzlich beherrschten,
— ähnliches berichten die sinischen Autoren; das Sui'-su fügt
noch hinzu: ,bei den Ye-tha in Tu-ho-lo herrscht Polyandrie;
mehrere Brüder nehmen zusammen eine Frau; die Frau, welche
einen Mann hat, trägt auf der Mütze ein Horn; diejenige,
welche mehrere Brüder zusammen hat, trägt so viele Hörner,
als sie Männer hat', also ganz so wie in Tübät und Tanggut —
synonym mit Bay.Tpoi den Namen Qusani oder Qasani (Cureton,
Spicilegium Syriacum, London 1855, p. 20, 21, 22, 82). In
den römischen Schriftwerken finden wir allerdings, wie bereits
erwähnt, nur die Bezeichnung Bactrianoe (Tab. Peut.) oder
Bactrani (Script. Hist. Aug., .Jul. Honorius, Amm. Marcell.
XXIII 6, 55 ,natio antehas bellatrix et potentissima Persisque
semper infesta, antequam circumsitos populos omnes ad dicionem
gentilitatemque trälleret nominis sui: quam rexere veteribus
seculis etiam Arsaci formidabiles reges 1 , und 57 ,gentes Bactranis
oboediunt plures, quas exsuperant Tochari'; glossa Placidi ex
Isidoro ,Bactrani Scythae fuerunt, qui suorum factione a sedibus
suis pulsi iuxta Bactron fluvium consederunt', Trogus Pomp.
II 3, 6 ,Scythae Bactrianum imperium condiderunt'); es ist
aber wahrscheinlich, dass der Name Cvsani an zwei oder drei
Stellen bei Ammianus Marcellinus herzustellen sein wird. Zunächst
XVI 9, 4 (a. 356): /famsapor refert ad regem, quod
Constantius pacem postulat precativam; dumque ad Chionitas
et Evsenos haec scripta mittuntur, in quorum confiniis agebat
hiemem Sapor, tempus interstitit longum'. PI. Kiepert, der
einzige Gelehrte unseres Wissens, welcher auf die Stelle
des Ammian Bezug genommen, versetzt allerdings auf seinen