Centralasiatische Studien. I.
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receptacula. Quattuor continuis aetatibus intactum saltum fuisse
constabat; quem Alexander cum toto exercitu ingressus, agitari
undique feras iussit'. ,Rex, IV milibus ferarum deiectis, in
eodem saltu cum toto exercitu epulatus est. Inde Maracanda
reditum est'. Wir werden gar nicht irren, wenn wir diesen
in der Nähe von Samarkand gelegenen Thiergarten (xapaSswo:;)
von Bazista (sin. Po-si-te) an den quellen- und baumreichen
Nordabhang des Kaman-baran-tau oder Samarkand-tau, etwa
in das Flussthal von Urgut, dessen Platanengarten Berühmtheit
geniesst, verlegen und Mi-mo-ho, d. i. Mainmghar oder Maimargha
(vgl. neupers. ^Lo mäi ,animal repens, reptile, serpens,
formica etc.' und baktr. meregha, os. margh, neupers. murgh
,avis‘) als den Namen des Bezirkes, welcher später auf die
Capitale selbst übertragen wurde, auffassen. In der That finden
wir bei den arabischen Geographen eine sogdianische Ortschaft
Mäimürgh, und bereits Abel-Remusat hat beide Namen mit
einander idontificiert. In den sinischen Berichten wird die
Entfernung Mi’s von Sse (oder Kess) zu 200 Li, d. i. zwei
Tagereisen; jene Samarkand’s von Sse zu 240 oder 300 Li
angegeben; auch heisst es (Klaproth p. 105): ,1a residence du
roi de Mi etait alors a l’occident de la riviere Na-mi; de lk
au nord-ouest jusqu’au royaume de Khang, on comptoit 100 Li'.
Auf der japanischen Karte erscheint Mi-mo-ho auf einer Insel,
umgeben von Canälen des Na-mi süi, dem hier eine mehr
nordwestliche Richtung beigemessen wird. Wenn wir das
Maass der Entfernungen für die angegebenen Positionen auf
der heutigen Karte ansetzen, so müssen wir Mi in das Gebiet
des heutigen Guma’a-bazär und zwar mehr in die Nähe des
Zarafsän (Namiq) setzen, zwischen die Weiler Durgän, Piwän,
Kiyik und Tutak; hier vereinigt sich der aus der Thalschlucht
von Urgut kommende Fluss mit den äussersten Canälen von
Soghd, namentlich mit dem Läzän, und umschliesst eine wasserreiche
fruchtbare Niederung, welche südwärts von den Abhängen
des Kaman-baran-tau umschlossen wird. Jedenfalls
müssen wir die Annahme Vivien de Saint-Martin’s zurückweisen,
wonach Mi-mo-ho mit dem heutigen Maghyän eins
wäre; denn dieser mitten im Hochgebirge an einem Zufluss
des Zarafsän gelegene Kurghän liegt bereits viel zu w r eit nach
Südosten, und ist von Samarkand noch weiter entfernt als
Sitznngsber. d. phil.-hist. CI. LXXXVII. Bd. I. Hft. 10