Uentralasiatisclio Studien. I.
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Kess, Soglid, Säs u. s. w. zu dem Khäqän der Türken, und
durch diesen, der ein Vasall von Sin war, zu dem Reiche der
Mitte selbst in einem gewissen Abhängigkeits- oder Feudalverhältnisse
standen, und dass sinische Generale und Truppen
die Heeresmassen der Türken zu begleiten pflegten. In Raomethan
z. B. traf Qotaiba den Türken Kür boghän, welcher
200.000 Krieger befehligte und ein Neffe des sinischen Kaisers
gewesen sein soll. Das TaTlkh-i-Narsakhl lässt Raomethan
von Sekegket, welcher die Tochter des Kaisers von Sin zur
Frau hatte, erbaut werden; die Braut soll ihm zur Mitgift
goldene (Buddha-) Idole mitgebracht haben. Als Qotaiba Kasan
und Urest iu Farghäna erobert hatte, fand er sein Ende; das
Grab des heldenhaften Eroberers in Sin (^.ya), d. h. auf dem
Sin unterworfenen Boden Farghäna’s, verblieb, wie wir aus
einem Verse des 'Abd-al-Rahman ben Gumanali al-Baheli ersehen,
in ruhmvollem Angedenken bei den Gläubigen. Nach
seinem Tode gieng ein Theil der nordischen Eroberungen auf
längere Zeit wieder verloren; darum melden auch die sinischen
Annalen, dass U-lc-kia’s Nachfolger Tu-lio (Tugha) mit seinen
Sympathien sich wieder dem sinischen Reiche zugewendet habe;
ob dieser Reaction erhielt er den Titel Kin-hoa-wang und die
verwitwete Königin-Mutter oder die Khatun den Zunamen
Kiün-fu-zin. Von da an hören alle Nachrichten aus dem Ostreiche
über Khang auf. Wir mussten aber an alle diese historischen
Thatsachen erinnern, um die Bedeutung des Beinamens
Sin und die Existenz einer sinischen Ilandelscolonie in Samarkand
in’s rechte Licht zu bringen. Nur von topographischem
Interesse ist der Name al-Sln, welchen das östliche gegen Sin
gerichtete Thor von Samarkand unter den Sämäniden führte.
Von Samarkand zog Hiuan-Thsang in südöstlicher Richtung
nach Mi-mo-ho; er gibt folgende Notiz über diesen Herrschersitz
(I p. 19): ,le royaume de Mi-mo-ho b’fef ^)ade quatre
a cinq Cents li de tour. II est situc au milieu d’une vallee;
il est resserre de Test h l’ouest, et allonge du sud au nord.
Sous le rapport des produits du sol et des moeurs, il ressemble
au royaume de Sa-mo-kienb Ma-tuan-lin (Abel-Rcmusat, Nouv.
mel. asiat. I p. 233, vgl. Deguignes I, 2 p. LXXII, Klaproth,