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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 87. Band, (Jahrgang 1877)

Uentralasiatisclio  Studien.  I.

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Kess,  Soglid,  Säs  u.  s.  w.  zu  dem  Khäqän  der  Türken,  und
durch  diesen,  der  ein  Vasall  von  Sin  war,  zu  dem  Reiche  der
Mitte  selbst  in  einem  gewissen  Abhängigkeits-  oder  Feudalverhältnisse ­
  standen,  und  dass  sinische  Generale  und  Truppen
die  Heeresmassen  der  Türken  zu  begleiten  pflegten.  In  Raomethan
  z.  B.  traf  Qotaiba  den  Türken  Kür  boghän,  welcher
200.000  Krieger  befehligte  und  ein  Neffe  des  sinischen  Kaisers
gewesen  sein  soll.  Das  TaTlkh-i-Narsakhl  lässt  Raomethan
von  Sekegket,  welcher  die  Tochter  des  Kaisers  von  Sin  zur
Frau  hatte,  erbaut  werden;  die  Braut  soll  ihm  zur  Mitgift
goldene  (Buddha-)  Idole  mitgebracht  haben.  Als  Qotaiba  Kasan
und  Urest  iu  Farghäna  erobert  hatte,  fand  er  sein  Ende;  das
Grab  des  heldenhaften  Eroberers  in  Sin  (^.ya),  d.  h.  auf  dem
Sin  unterworfenen  Boden  Farghäna’s,  verblieb,  wie  wir  aus
einem  Verse  des  'Abd-al-Rahman  ben  Gumanali  al-Baheli  ersehen, ­
  in  ruhmvollem  Angedenken  bei  den  Gläubigen.  Nach
seinem  Tode  gieng  ein  Theil  der  nordischen  Eroberungen  auf
längere  Zeit  wieder  verloren;  darum  melden  auch  die  sinischen
Annalen,  dass  U-lc-kia’s  Nachfolger  Tu-lio  (Tugha)  mit  seinen
Sympathien  sich  wieder  dem  sinischen  Reiche  zugewendet  habe;
ob  dieser  Reaction  erhielt  er  den  Titel  Kin-hoa-wang  und  die
verwitwete  Königin-Mutter  oder  die  Khatun  den  Zunamen
Kiün-fu-zin.  Von  da  an  hören  alle  Nachrichten  aus  dem  Ostreiche ­
  über  Khang  auf.  Wir  mussten  aber  an  alle  diese  historischen ­
  Thatsachen  erinnern,  um  die  Bedeutung  des  Beinamens
Sin  und  die  Existenz  einer  sinischen  Ilandelscolonie  in  Samarkand ­
  in’s  rechte  Licht  zu  bringen.  Nur  von  topographischem
Interesse  ist  der  Name  al-Sln,  welchen  das  östliche  gegen  Sin
gerichtete  Thor  von  Samarkand  unter  den  Sämäniden  führte.

Von  Samarkand  zog  Hiuan-Thsang  in  südöstlicher  Richtung
nach  Mi-mo-ho;  er  gibt  folgende  Notiz  über  diesen  Herrschersitz ­
  (I  p.  19):  ,le  royaume  de  Mi-mo-ho  b’fef  ^)ade  quatre
a  cinq  Cents  li  de  tour.  II  est  situc  au  milieu  d’une  vallee;
il  est  resserre  de  Test  h  l’ouest,  et  allonge  du  sud  au  nord.
Sous  le  rapport  des  produits  du  sol  et  des  moeurs,  il  ressemble
au  royaume  de  Sa-mo-kienb  Ma-tuan-lin  (Abel-Rcmusat,  Nouv.
mel.  asiat.  I  p.  233,  vgl.  Deguignes  I,  2  p.  LXXII,  Klaproth,
            
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