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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 87. Band, (Jahrgang 1877)

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Tomasclick.

tributär  gemacht  habe  (627).  Gegen  dessen  Nachfolger  Sse
se-hu,  welcher  mit  barbarischem  Terrorismus  wüthete,  suchten
die  Fürsten  von  Khang  vergebliche  Hilfe  bei  dem  sinischen
Kaiser  (631,  also  zur  Zeit,  als  Hiuan-Thsang  das  Dü-äb  durchwanderte); ­
  einige  Jahre  später  (638)  soll  sogar  Yazdigird  III.
(sin.  I-sse-keu)  einen  marzabän  (sin.  mo-sse-pan)  an  den  sinischen
Hof  unter  Darbringung  zahlreicher  Geschenke  geschickt  haben,
freilich  ohne  den  gewünschten  Succurs  gegen  seine  Feinde,  die
Araber,  zu  erhalten  —  auch  die  persischen  und  arabischen
Berichte  lassen  Yazdigird  bei  dem  König  von  Soghd,  dem
Khäqän  der  Türken,  und  dem  Kaiser  von  Clnastän  Hilfe  suchen.
Einer  der  folgenden  Khane,  Thu-iu  (d.  i.  Tür  klian,  Fürst  von
Tukhäristän,  zu  welchem  Yazdagird  geflohen  war),  behauptete
sich,  von  Prätendenten  verdrängt,  gerade  in  Khang  und  Tuho-lo;
  er  bewies  bei  der  Einnahme  von  Mi  (oder  Mayamurgh)
eine  barbarische  Zerstörungswut!!  (642).  Bald  aber  gelang  es
der  glorreichen  Thangdynastie,  den  sinischen  Waffen  im  Westen
achtunggebietende  Erfolge  zu  verschaffen  und  eine  bedeutende
Ländermasse  dem  Reiche  der  Mitte  einzuverleiben;  im  Jahre  650
hatten  die  sinischen  Generale  alle  türkischen  Oststämme  zur
Unterwerfung  gebracht  und  versucht,  dieselben  an  Ackerbau
und  friedliche  Arbeiten  zu  gewöhnen;  der  Himmelssohn  konnte
nunmehr  auch  an  die  Bändigung  der  westlichen  Türken  und
die  Pacification  der  jenseits  des  Tsong-ling  und  Thian-san  gelegenen ­
  Länder  denken.  Schon  im  Jahre  652  begann  der  Krieg
gegen  den  mächtigen  Khäqän  A-sse-na  Ho-lu,  und  nach  harten
zahlreichen  Kämpfen  gelang  es  dem  sinischen  Heerführer  Suting-fang
  die  Macht  der  westlichen  Türken  zu  brechen,  und  das
ganze  Ili-  und  Jaxartesgebiet  dem  Reiche  einzuverleiben  (657),
was  zur  Folge  hatte,  dass  auch  die  Vasallenstaaten  der  Türken
bis  zur  Grenze  von  Khuräsän  in  ein  ähnlicbes,  aber  gewiss
freundlicheres  Abhängigkeitsverhältniss  zu  Sin  traten,  dessen
Staatsmänner  sich  in  den  neuen  Eroberungen  als  praktische
Organisatoren  bewiesen.  Ausdrücklich  heisst  es  im  Thang-su:
,Die  Heerführer  öffneten  Strassen  und  Wege  und  errichteten
ordentliche  Posten  in  gleichen  Zwischenräumen  bis  nach  ’An-si.
Provinzen  wurden  eingerichtet  und  in  Districte,  Garnisonsorte
und  Gaue  eingetheiltb  Den  Türken  wurden  ihre  Stammesoberhäupter ­
  und  Khane,  den  Vasallen  die  erblichen  Vicekönige
            
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