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Tomaschek.
geräumig' (Vambery, Kudatku-bilik 215) gar nicht zu verwerfen.
In neuerer Zeit ist jedoch die andere Ansicht mehrfach vorgebracht
worden und verdient in Erwägung gezogen zu werden.
In dem Awesta findet sich nämlich der Ausdruck Kafiha für
eine sagenhafte Region, welche östlich vom See Vourukasa lag;
und das Königsbuch weiss zu erzählen von Kang, der Hauptstadt
des turanischen Königs Afräsiäb, von Kang-bihist, der
prachtvollen, auf einem Felsenrücken jenseits des Gul-zarriün
gelegenen Veste Afräsiäb’s, von dem paradiesischen Gau Kangdiz
im Osten hinter dem Meere von Gin mit seinem von Siyäwüs
erbauten uneinnehmbaren Felsenschlosse. Der Ausdruck gehört
allerdings seinem Wesen und Ursprünge nach der mythischen
Nomenclatur an und entbehrt somit einer wirklichen geographischen
Unterlage. Indess ist die Annahme nicht ausgeschlossen,
dass die Iranier diesen mythischen Namen auch für ganz bestimmte
Oertlichkeiten des Nordens und Ostens angewendet
haben. So hat es H. C. Rawlinson (Journ. of tlie Roy. Geogr.
Soc. 1872 p. 503) wahrscheinlich gemacht, dass das heutige
Tas-qurghän im Sar-i-qölgebiet vor Alters mit Kang bezeichnet
wurde; so führen arabische Geographen jenseits des Jaxartes
zwischen Isping-äb und Fär-äb einen Gau Kang-dih (oder -diz)
an; das Säh-nämah kennt ein weiteres Kang-diz, die Stadt
Baikand in Bokhärä; möglich, dass auch Khwärizm so hiess
(Sachau, Zur Gesch. u. Chron. v. Khw. S. 17) —■ und endlich,
dass auch das herrliche Soghdthal, welches die Orientalen für
eines der vier irdischen Paradiese ansehen, dieser alte Sitz
iranischer Cultur und Glaubensreinheit im hohen turanischen
Norden, mit Kang bezeichnet wurde. Und so dürfte Reinaud,
welcher zuerst das mythische Kang einer gründlichen Betrachtung
unterzogen und mit KJiang, dem sinischen Namen von Sogdiana
und Samarkand, in Verbindung gebracht hat (Geographie
d’Aboulfeda I p. CCXX—CCXXIII), mit dieser Gleichstellung
keinen unglücklichen Wurf gemacht haben. Dazu kommt folgende
Erwägung. Die sinischen Annalen erwähnen wiederholt, dass
nicht nur das Herrscherhaus in Khang, sondern auch in den
übrigen sogdianischen Fürstenthümern den Namen Cao-wu oder
Sao-wu geführt habe und dass sich die Fürsten dieser Abkunft
rühmten. Zwar wird bemerkt, dass dies ursprünglich der Name
einer Ortschaft in der Urheimat der Yuei-si, d. h. im Gebirge