Centralasiatische Studien. I.
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Ebene Kän-I-gül (,mine des roses') und die Wiese von Khanyurti
(,1a demeure du khan'). In der Nähe des südöstlichen
oder ,eisernen' Thores befindet sich die Grabstätte des Glaubensboten
Qäsim ben-Abbas, mazär-I-säb (,le monument funeraire
du roi'). Südlich von der Stadt beginnt das Gebirge Aghallyktagh,
an dessen Fuss ein Weg nach Westen (gegen Kattahqürghän)
führt. — Arrianos sagt von Marakanda (III 30, 6):
~c/. S£ am ßaut'Xeia vqc SoySiavfito /wpa?. Er kennt aber noch einen
zweiten Herrschersitz dort, wo Ptolemaeus Tpfßoxcpa anführt
(d. i. entweder Baikand oder Bokhärä), und spricht im Allgemeinen
von mehreren epup.ai:« tuv 2oyStavtov im Bereich des
Polytimetos (IV 15, 7; 16, 3); es ist nicht unmöglich, dass der
Sitz der Herrschaft zu verschiedenen Zeiten gewechselt hat.
Die Annalen der Han geben als Residenz von Khang-kiü an
die Stadt Pi-thian im Bezirke Lo-yuei-ni; die Annalen der
Sui den Ort A-lu-ti an dem Flusse Sa-pao — Localitäten, die
sich jetzt nicht mehr bestimmen lassen. Das Awesta nennt
Gäu oder Gava die Wohnung von Sughdha; wir werden weiter
unten nachzuweisen versuchen, dass darunter die Gapitale des
Reiches Iloa oder KüiänI-kath, das spätere Ribat-T-Soghd oder
das heutige Kattah-qurghän, verstanden werden müsse oder
dürfe. Auch sonst finden wir ausser Samarqand den Ort
Astikhan, ausser Bokhärä den Ort Baikand als. Residenz angeführt.
Von den classischen Autoren wird Marakanda höchst selten
erwähnt; Ptolemaeus verlegt es in merkwürdiger Confusion nach
Baktriana an den Nordabhang des Paropanisos; Plinius führt
es an richtiger Stelle an, doch ist die Leseart der Handschriften
verstümmelt: denn (VI § 49) statt oppidum Panda muss es offenbar
heissen oppidum [MaraJcANDA. Es fällt somit Wilson’s
(Asiat. Research. XV p. 12, 95) und Lassen’s (Ind. Alterth.
2. A. I p. 800) Anknüpfung der indischen Pändava’s an Sogdiana
in Nichts zusammen. Nach den übereinstimmenden Sagen der
Orientalen soll die Stadt al-Iskandar erbaut haben, — er, welcher
den geschichtlichen Zeugnissen zufolge Sogdiana gräulich verwüstet,
Marakanda mehrmal eingenommen und nach Strabo
(XI p. 517) sogar der Zerstörung preisgegeben hat. Wenn die
Stadt und das Land die alte Blüthe wieder erreicht hat, so
geschah dies erst nach Bewältigung der Aufstände mit Hilfe
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