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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 87. Band, (Jahrgang 1877)

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Tomasclie  k.

Yc-ta  nicht  an  Umfang  cingebüsst  hat,  so  dürften  60  Li  richtiger
sein.  Ungemein  an  Umfang  und  Blüthe  gewann  die  Stadt  zur
Zeit  der  Sämäniden;  die  arabischen  Geographen  unterscheiden
gleichfalls  eine  innere  und  äussere  Stadt;  ,die  innere  Stadt  hat
vier  Thore,  und  ihre  Area  beträgt  2500  gerib;  die  äussere  Stadt
hat  zwölf  Thore,  eines  von  dem  andern  ist  je  1  Parasange
entfernt,  so  dass  der  Umfang  der  Mauer  12  Parasangen  beträgt; ­
  die  Stadttheile  liegen  auf  beiden  Seiten  des  Soghdthales'.
  Eine  classische  Beschreibung  Samarkand’s  und  seiner
nächsten  Umgebung  bietet  Bäber  in  seinen  Memoiren  (p.  Pavet
de  Courteille,  Paris  1871,  I  p.  96—105);  wir  entnehmen
derselben  folgende  Einzelnheiten.  Die  Stadt,  deren  Umfang
10.600  Schritte  beträgt  (d.  i.  mehr  als  2 ! / 2  arab.  Meilen  oder
fast  1  Parasange,  wie  bei  Hiuan-Thsang),  liegt  südlich  von
dem  äb-i-Kühik  und  dem  Hügel  Kühik  (j.  Cupän-ätä),  westlich ­
  von  dem  Bach  äb-I-rahmet  (,eau  de  la  merci 1 ),  welcher  die
Wiesengründe  von  Khan-yurti  und  Kän-I-gül  bewässert,  und
nördlich  von  dem  Fluss  oder  Canal  Dargham,  der  bei  Külbeh
in  den  Kühikfluss  einmündet.  Ueber  den  Kühikfluss  führt  die
Brücke  pül-i-mughäk  (,le  pont  profond').  Reizende  Gärten  umgeben ­
  die  Stadt;  ausser  dem  bägh-I-bihist  (,jardin  du  paradis')
und  dem  bägh-I-semäl  (,jardin  du  Nord')  und  dem  nordöstlichen
oder  ,Türkisthor'  unmittelbar  anliegenden  Garten  budenehkurughl
  (,parc  aux  cailles'),  an  welchen  sich  weiterhin  die
Anlagen  Naki-I-gihän  (,le  tableau  du  monde')  und  bägh-I-dilkusä
(,le  jardin  qui  ouvre  le  cceur 1 )  anschliessen,  sind  weiter  bemerkenswert!) ­
  der  bägh-boldi  (,le  jardin  parfait')  und  der  bäghl-cinär
  (,jardin  des  platanes'),  ferner  der  an  dem  Südwestabhang
des  Kühikberges  und  in  der  Nähe  des  astronomischen  Observatoriums ­
  gelegene  bägh-I-maidän,  worin  Ulugh-begh’s  wundervoll ­
  construirter  Palast  cihil-sutün  (,les  quarantes  colonnes')
und  der  berühmte  Porcelainpavillon  sich  befinden,  endlich  der
schönste  der  Gärten,  der  von  Derwis  Mohammed  Tarkhau  im
Nordwesten  der  Stadt  angelegte  cehär-bägh.  In  noch  weiterem
Umkreis  umschliessen  die  Stadt  gras-  und  wasserreiche,  mit
Ansiedlungen  belebte  Wiesengründe  und  Ebenen,  so  gleich  im
Anschluss  an  den  letztgenannten  Garten  die  Prairie  göl-i-mughäk
(,de  l’etang  profond'),  die  Prairie  von  Külbeh  an  dem  Kühikfluss, ­
  und  im  Osten  die  an  dem  Rahmetbacho  sich  dehnende
            
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