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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 87. Band, (Jahrgang 1877)

Centralasiatische  Studien.  I.

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Vernichtung'  und  ^anaka  ,Steppe',  von  qan  ,zerstören'.  Allerdings ­
  könnten  wir  auch  baktr.  usti-a  neupers.  ustur  sutur
,Kameel'  zu  Hilfe  nehmen;  aber,  wir  denken,  die  von  uns
vorgezogene,  nicht  minder  durchsichtige  Lautdeckung  ergibt
sich  auch,  wenn  wir  eine  sogdianische  Völkerschaft  aus  dem
höchsten  Alterthum  herbeiziehen,  welche  uns  Ptolemaeus  nordwärts ­
  von  Sövoi«  opvj  gegen  die  Jaxartesbiegung  hin,  also  genau
in  der  Landschaft  Osrüsnah,  anführt:  wir  meinen  das  Volk
der  ’O^uSpaynat  oder  ’Oc'Jopaay/.ai,  das  bekanntlich  auch  au  dem
Indus  einen  Namensvetter  besitzt,  den  wir  mit  den  Sanskritlauten ­
  Ksudraka  wiederzugeben  gewohnt  sind.  Sicherlich  hat
unsere  Deutung  mehr  Bestand  als  die  von  Vivien  de  Saint-Martin
  vorgebrachte,  wonach  für  Satrusna  indischer  Ursprungangenommen
  werden  müsste,  unter  Berufung  auf  skr.  catruglina
  (-ghana,  -han)  ,Feinde  schlagend,  Gegner  vernichtend',
,une  denomination  connue  dans  l’ancienne  geographie  sanscrite
et  qui  se  rattache  aux  vieilles  legendes  de  la  race  solaire'.
Auch  werden  wir  uns  hüten  die  Existenz  einer  buddhistischen
Colonie  tief  im  Norden  des  Oxus  anzunehmen,  da  es  kaum
glaublich,  dass  Hiuan-Thsang  von  derselben  nicht  Meldung
gethan  hätte.  Unsere  Zusammenstellung  mit  ’0;uopay/.a:  dagegen
darf  schwerlich  abgewiesen  werden.  Ausser  diesem  Volke
nennt  Ptolemaeus  den  mittleren  Jaxartes  entlang  auf  der  Westseite ­
  die  AüyaAot,  ferner  die  ’IotTtoi  v.aa  Täyopot,  endlich  gegen
die  Mündungen  des  Stromes  hin  die  ’Apwbwci.  Die  ersteren
dürfen  kaum  mit  den  räthselhaften  AtyXo!  des  Herodotos  III
p.  92  zusammengestellt  werden;  eher  dürfen  wir  an  die  Aufdctot
ISvos  Steph.  Byz.  p.  145  (wonach  zu  corrigiren  o'i
’Attocuoi  bei  Strabo  XI  p.  513)  denken,  worin  wir  als  ersten
Bestandtheil  das  die  Nähe  und  Umgebung  ausdrückende  baktrische
  Vorwort  aiwi,  als  zweiten  eine  geographische  Position
wie  das  später  zu  erwähnende  erkennen.  Bemerkenswerth
ist  aber  die  Thatsache,  dass  der  Quellenschriftsteller,  welchen
Marinos  oder  Ptolemaios  vor  sich  hatte,  die  ’lauoi  (oder  Yatya,
sin.  Yue-ti  und  Ya-ta,  I-ta)  und  die  Tdycpc.  oder  Tcyapoi  (Thogari
bei  Justinus,  sin.  Tu-lio-lo,  die  Bewohner  von  Tukliäristän
oder,  wie  Yäqüt  auch  schreibt,  Takhyristän  erst
an  der  Nordgrenze  von  Sogd  nomadisierend  kannte;  es  muss
diese  Angabe  aus  einer  Zeit  stammen,  wo  diese  beiden  inner-
            
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