Centralasiatische Studien. I.
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das in indischen Schriftwerken 'genannte pferdereiche nordische
Land Vanäyuga oder Vanäyu?) und Rusnän, worin die Hauptorte
Qilä-i-Khumb, Qilä-i-Wang, Qilä-I-Wämär liegen. Eine
uralte Capitale der Saken hiess nach Ktesias (bei Nikolaos
v. Damaskos) r Piül;aväy7] ■ •/} 1:6X1?, ev0a Zay.ai? xo ßaofXeiöv Vjv,
vgl. Steph. Byz. 'Poijovozai'a • 156X15 (Saxwv); auch dieser Name
ist echt iranisch, von baktr. raolthsna ,glänzend, leuchtend,
Glanz, Licht/ neupers. rösan herzuleiten; die Benennung
hat sich noch jetzt auf dem alten sakischen Boden erhalten,
eben in jenem an dem äb-i-Pang ober Sighnän gelegenen
Canton Rusnän (oder Rösän; auch südlich von Yassin in
Dardistän finden wir einen gleichnamigen Ort); mehr über
die Saken so wie über das Land Sighnän, über welches Blrüni
vorzügliche Nachrichten bietet, anderen Ortes. — Kehren wir
nach Wäiagird zurück und verfolgen wir noch das Itinerar
nach dem Lande al-Räst. Einen Tagmarsch nach Wäsagird
in nördlicher Richtung (also am Westufer des Wakhs-äb oder
Kyzyl-su) war die Station Iläq oder Ailäq (jjSL»!, nach welcher
noch heute der Zufluss des Käflr-nihän den Namen Iläk führt;
auch Bäbr (I p. 259, 260, 309) gedenkt der Sommerhalden
oder yailaq’s im Oebiet von Hisär und Qara-tagin. Eine Tagreise
weiter war die Klause Darband einen Tag Weiter
der Ort Gahäkhän oder Gäwkän oder Käwkän
und noch einen Tag weiter das Felsenschloss al-Qala’a
JotlüJ!, wo die äussersten Vorposten des muselmanischen
Khuräsän’s standen. Ibn-Khurdädbeh und Ibn-Sayd berichten
über diesen G-renzort: ,er liegt zwischen zwei Gebirgen, gegen
Farghäna hin, in dem Lande al-Räst; hier brachen die Qarlüq-Türken
ein, um Raubzüge zu machen; um diese Einfälle zu
verhindern, liess hier der Wazir Fadhl ben Yahiyä ben Khaled
al-Bärmakl (a. 793 n. Chr.) eine Mauer von Nord nach Süd
aufführen, welche durch zwei Castelle geschützt wurde; von
diesem Thore (al-bäb) gegen Ost ist Käsghär gelegen'. Der
äusserste Ort in Farghäna allen arabischen Nachrichten zufolge
war Uz-kand; ostwärts lag das Gebiet des Gür-takin al-dihqän,
und man gelangte nach einer Tagreise zu dem Fuss eines
hohen Gebirges, über welches zwischen hohen Felswänden
ein steiler und dann jäh abfallender Pass führte, welcher
unwegsam wurde, wenn Schnee fiel; am zweiten Tage gelangte
Sitzungsber. d. pliil.-hist. CI. LXXXVII. Bd. I. Hft. 8