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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 87. Band, (Jahrgang 1877)

Centralasiatische  Studien.  I.

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das  in  indischen  Schriftwerken  'genannte  pferdereiche  nordische
Land  Vanäyuga  oder  Vanäyu?)  und  Rusnän,  worin  die  Hauptorte ­
  Qilä-i-Khumb,  Qilä-i-Wang,  Qilä-I-Wämär  liegen.  Eine
uralte  Capitale  der  Saken  hiess  nach  Ktesias  (bei  Nikolaos
v.  Damaskos)  r Piül;aväy7]  ■  •/}  1:6X1?,  ev0a  Zay.ai?  xo  ßaofXeiöv  Vjv,
vgl.  Steph.  Byz.  'Poijovozai'a  •  156X15  (Saxwv);  auch  dieser  Name
ist  echt  iranisch,  von  baktr.  raolthsna  ,glänzend,  leuchtend,
Glanz,  Licht/  neupers.  rösan  herzuleiten;  die  Benennung
hat  sich  noch  jetzt  auf  dem  alten  sakischen  Boden  erhalten,
eben  in  jenem  an  dem  äb-i-Pang  ober  Sighnän  gelegenen
Canton  Rusnän  (oder  Rösän;  auch  südlich  von  Yassin  in
Dardistän  finden  wir  einen  gleichnamigen  Ort);  mehr  über
die  Saken  so  wie  über  das  Land  Sighnän,  über  welches  Blrüni
vorzügliche  Nachrichten  bietet,  anderen  Ortes.  —  Kehren  wir
nach  Wäiagird  zurück  und  verfolgen  wir  noch  das  Itinerar
nach  dem  Lande  al-Räst.  Einen  Tagmarsch  nach  Wäsagird
in  nördlicher  Richtung  (also  am  Westufer  des  Wakhs-äb  oder
Kyzyl-su)  war  die  Station  Iläq  oder  Ailäq  (jjSL»!,  nach  welcher
noch  heute  der  Zufluss  des  Käflr-nihän  den  Namen  Iläk  führt;
auch  Bäbr  (I  p.  259,  260,  309)  gedenkt  der  Sommerhalden
oder  yailaq’s  im  Oebiet  von  Hisär  und  Qara-tagin.  Eine  Tagreise ­
  weiter  war  die  Klause  Darband  einen  Tag  Weiter
der  Ort  Gahäkhän  oder  Gäwkän  oder  Käwkän
und  noch  einen  Tag  weiter  das  Felsenschloss  al-Qala’a
JotlüJ!,  wo  die  äussersten  Vorposten  des  muselmanischen
Khuräsän’s  standen.  Ibn-Khurdädbeh  und  Ibn-Sayd  berichten
über  diesen  G-renzort:  ,er  liegt  zwischen  zwei  Gebirgen,  gegen
Farghäna  hin,  in  dem  Lande  al-Räst;  hier  brachen  die  Qarlüq-Türken
  ein,  um  Raubzüge  zu  machen;  um  diese  Einfälle  zu
verhindern,  liess  hier  der  Wazir  Fadhl  ben  Yahiyä  ben  Khaled
al-Bärmakl  (a.  793  n.  Chr.)  eine  Mauer  von  Nord  nach  Süd
aufführen,  welche  durch  zwei  Castelle  geschützt  wurde;  von
diesem  Thore  (al-bäb)  gegen  Ost  ist  Käsghär  gelegen'.  Der
äusserste  Ort  in  Farghäna  allen  arabischen  Nachrichten  zufolge
war  Uz-kand;  ostwärts  lag  das  Gebiet  des  Gür-takin  al-dihqän,
und  man  gelangte  nach  einer  Tagreise  zu  dem  Fuss  eines
hohen  Gebirges,  über  welches  zwischen  hohen  Felswänden
ein  steiler  und  dann  jäh  abfallender  Pass  führte,  welcher
unwegsam  wurde,  wenn  Schnee  fiel;  am  zweiten  Tage  gelangte
Sitzungsber.  d.  pliil.-hist.  CI.  LXXXVII.  Bd.  I.  Hft.  8
            
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