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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 87. Band, (Jahrgang 1877)

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Centralasiatisclie  Studien.  I.

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Pamira,  das  bis  an  die  Reiche  Khabanda  (Tas-qurghän),  U-sa
(Waecha)  und  Käsaghära  reicht;  dieser  Lage  entsprechend  ist
auch  das  Klima  von  Si-khi-ni  kalt  und  rauh;  die  Einwohner,
rauh  und  abgehärtet,  sind  ohne  höhere  Cultur,  gehen  in  Fellen
und  Wollstoffen  gekleidet,  und  führen  ein  räuberisches  Leben;
der  buddhistische  Glaube  ist  dahin  nicht  gedrungen;  ihre
Schrift  ist  der  tukhärischen  ähnlich,  aber  die  Sprache  hat  einen
verschiedenen  Charakter.  —  Wir  haben  hier  alle  nördlich  vom
Wakhs  und  Pang  gelegenen  Reiche  aufgezählt,  um  deren
gegenseitige  Stellung  zu  fixiren  und  auf  der  heutigen  Landkarte ­
  sicher  zu  stellen.  Die  Forscher,  welche  eine  Kritik  der
sinischen  Nachrichten  versucht  haben,  wie  Reinaud  (Memoire
sur  l’Inde  p.  152  sqq.),  Alex.  Cunningham  (Journ.  asixit.  soc.
Bengal.  1848,  XVII  2),  Vivien  de  Saint-Martin  (Memoire
analytique  sur  la  carte  de  l’Asie  centrale  et  de  Finde)  und
H.  Yule  (Journ.  asixit.  soc.  Gr.  Br.  1873,  VI  p.  92—120),
stimmen  darin  überein,  dass  unter  Si-khi-ni  das  heutige  Sugnän
oder  Saghinän,  unter  Kiü-mi-tho  das  Land  der  ptolemäischen
Kopjoai  oder  das  heutige  Darwäz,  unter  Kho-tu-lo  das  so  oft
erwähnte  Reich  Khuttal  (pl.  Khuttalän,  Khotlän)  oder  die
heutige  Herrschaft  Kül-äb,  unter  Su-man  das  in  arabischen
Schriftwerken  genannte  Gebiet  Sümän  zu  verstehen  sei;  nur
über  Ho-lu-mo,  Hu-sa  und  Kio-ho-yan-na  gehen  die  Meinungen
auseinander.  Was  nun  Ho-lu-mo  betrifft,  so  ist  es  offenbai',
dass  Yule  Unrecht  hat,  wenn  er  darin  Gharm  in  der  Landschaft ­
  Qara-tagm  am  oberen  Kyzyl-sü  (Wakhs)  linden  will;
der  Reihenfolge  nach  kann  nur  an  den  heutigen  Vorort  Qaratagh
  am  oberen  Surkhän  gedacht  werden,  und  wenn  wir  die
Distanzangaben  der  arabischen  Geographen  berücksichtigen,  so
fällt  ebendahin  die  von  Caghäniyän  10,  von  Sümän  13  Farsarxg
  entfernte  Ortschaft  Hamürän  (^l^+ss)  oder  Hamäwärän
((jl^L^Ä,  Var.  jjtyik*.®),  an  einem  wädi  gelegen,  d.  h.  dem
Flussthal  des  Qaratagh-daryä,  das  man  passiert,  um  nach
Dast-I-näwät  und  nach  Hsiär  zu  gelangen.  Hisär-l-bälä  oder
l-sädmän  (,das  obere',  ,das  freudenreiche')  ist  vielleicht  erst  in
der  ghozzischen  Zeit  zur  Bedeutung  gelangt,  und  entspricht
dieser  Veste  in  den  arabischen  Itinerarien  die  Station  Abäi--qasr
  Var.  oder  etc.),  so  dass
wir  dann  weiter  Sümän  nach  dem  heutigen  Dü-samba  ver-
            
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