Centralasiatische Studien. I.
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mit Baumpflanzungen. Hier finden sich viele Vögel, viel Wild.
Die Weideplätze an dem Ufer haben so üppigen Graswuchs,
dass sich Reiter darin verbergen können. Die Stadt, so blühend
sie einst war, gerieth, so scheint es, zur Zeit der Einfälle der
Ghozz und später der Moghol immer mehr in Verfall und Bäbr
(I p. 56, 121, 122, 261, II p. 164) kennt wohl den District,
nicht aber die Stadt, auf deren Kosten Hisär-i-sädmän sich
immer mächtiger erhob. Die Tägik’s dieses alten Culturgebietes
scheinen seither einen neuen Ort, den sie Dih-i-näu oder Dihnäu
,den neuen Gau' benannten, cultiviert zu haben;
gegenwärtig werden auch Qalüq, Yürci, Sar-T-asyä, Sar-i-gui!
und Regär (d. i. Hisärek oder Hisär-payan der Chronisten)
als blühende Ortschaften angeführt. Von Sar-i-gui führt ein
Gebirgsweg über den Sangri-dagh nach Khüzär und Sahr-I-sabz;
dieser Berg mit dem Phänomen eines Bergnebels und Wassersturzes
wird von Sidi-Ali (a. 1550, Journ. asiat. IX. Paris 1826,
p. 205 sq. dJi^Xkw) beschrieben; der Fluss, der bei Sar-i-gui
vorüberfliesst und in den mächtigen Surkhän sich ergiesst, ist
der bei den Chronisten häufig genannte Tupalän oder Tufaläq,
den man bisher irrthümlich für den Ilauptstrom gehalten hat.
Auch die arabischen Geographen, namentlich Istakhri und
Moqaddast, führen zahlreiche Ortschaften an; doch sind die
Lesarten sehr unsicher; wir führen nur an: Bärsend (Aä-^L)
oder Bäsend (JJ~uAj) gegen Osten im Gebirge, Gür-äb (i—)t^=*)
oder Kür-äb (i-j!^.N) oder Bür-äb (o!^j.j), Hanbär (jLäS>),
Sinür (ouvopta) oder Dlnür , Ghasar (j-Ax.), Bahäm
(^Lg-j), Barabdä (IA-^j) oder Nübdä ((Aj^j) etc.; Qodäma
nennt auch ’Amän, ,ein grosses volkreiches Dorf', 7 Farsakh
von Därzingi. Aus allem ersehen wir, dass Oaghäniyän aus
kleinen Anfängen — Hiuan-Thsang nennt die Stadt kleiner
als Tarmidh und zählt daselbst nur fünf sanghäräma’s — sich
unter der Herrschaft der Araber, namentlich unter den Sämäniden,
zu dominirender Bedeutung emporgehoben hat, um später
wieder zu verfallen. — Weiterhin, gegen Nordosten, nennt
der sinische Pilger das Fürstenthum Ho-lv-mo (® ® S),
das in einem langen Thal drei (sin.) Tagreisen von Süd nach
Nord, eine Tagereise von Ost nach West sich erstreckt haben
soll; er zählt in der Stadt, welche an Grösse Caghäniyän
gleichkam, nur zwei Conventikel mit hundert Gläubigen und