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Tomaschek.
der nur das heutige Hisär gewesen sein kann; er darf nämlich
nicht mit ApctiJ/ay.a oder dem heutigen Kunduz, das bei Ptolemaeus
den Namen Xoava (sin. Almau oder Huo) führt, verwechselt
werden; die Namensähnlichkeit soll uns nicht täuschen,
da ein generelles Appellativum, welches den Begriff der Herrschaft
(baktr. drafsa ,Banner, Fahne', ueup. dirafi) ausdrückt
und verschiedene Herrschersitzen anhaften konnte — auch
Baktra heisst im Awesta eredhwödrafsa ,mit hohem Banner versehen,
weit gebietend', — beiden Namen zu Grunde liegt. Sind
doch Balkh Kunduz und Hisär bis in spätere Jahrhunderte
die Hauptsitze der Macht im nordöstlichen Khuräsän gewesen!
Eine andere Oertlichkeit bei Ptolemaeus, XoXßrofva (var. XoXßuaca)
an der rechten Uferseite des oberen Oxus (Koköa), scheint
identisch mit llulbuk aIa-I», dem Sitze der Sultane von Khuttal,
zu sein; keinen Zweifel leidet es aber, dass die Position
’AXs^ävSpeia soyjivi), südwestlich von der opeivr, Kop.7)cwv in der
Nähe des oberen Oxus, in Khuttal anzusetzen ist; eine feste
Stadt daselbst heisst noch bei den arabischen Geographen
Iskandra s^AaXau! (Yäqüt s. J.ÄiLl) oder Sikandra, gleichwie
die neuesten Pionniere des Ostens für den Qucllensee des
Panga oder den Sarl-kul auch die Benennung Sikandar vorfanden
und wir von einem Iskandar-kul im Gebiet des oberen
Zarafsan Kunde haben. Es scheint keine blosse Erdichtung,
sondern eine glaubhafte Tradition zu sein, wenn die Fürsten
von Bädakhsän, Wakhän, Saginän, Rösnän und Darwäz nach
alten und neuen Berichten ihre Macht bis auf den Griechen
Alexander zurückführen; hatte doch der Eroberer auf ihrem
Boden gewaltet und Städte seines Namens angelegt, während
seine Nachfolger ihre Macht, wie Strabo bezeugt, bis nach
Tibet ausdehnten, pA/pt Xvjpuv za! <I>puv«3v (XI p. 516). Die
Vermälung Alexanders mit der schönen Baktrierin Roxane
und das kluge politische Verfahren, welches er in der Besetzung
der Machtstellen befolgte, hatte allmälig eine solche Sinnesänderung
bei dem iranischen Adel hervorgerufen, dass die
stolzen Megistane freiwillig die Macht des Eroberers unterstützten
und sich seiner Herrschaft fügen lernten; sein Name
wurde fortan gefeiert, Sage und Tradition sind seines Ruhmes
voll. — Nach dem Sturze der griechischen Herrschaft in
Baktra-Sogdiana durch die Yätya und Tukhära, war die