Centralaslatisclie Studien. I.
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Bergg'ebiete von Sogdiana so wie Paraitakana (Bädakhsän)
zu unterwerfen, um hinter seinem Rücken einen allseitig gesicherten
und dauernden Besitz zu lassen. Viele sogdianische
Häuptlinge hatten in den unwegsamen Berggebieten des östlichen
Theiles, welcher sich bis zu den Quellen des Oxus und
noch darüber hinaus erstreckte, Zuflucht und Sicherheit gesucht
und waren bereit, zu gelegener Zeit aus ihren Verstecken
hervorzubrechen und das nationale Werk der Befreiung von
der verhassten Fremdherrschaft wieder aufzunehmen. Merkwürdige]-
Weise weiss Arrian in seinem Bericht nichts von
Ariamazes; er meldet bloss, dass ausser vielen sogdianischen
Adeligen auch die Familie des baktrischen Pahluvän’s Oxyartes
(d. i. wohl Vakhsuvarta), zumal dessen Tochter Roxane, ,die
Rose des Orients*, sich auf dem Felsen in Sicherheit befunden
habe. Da nun Curtius selbst im Verlauf der Begebenheiten
des Frühjahres 327 auch die Unterwerfung des Oxyartes und
die Vermälung Alexander’s mit Roxane anführt, so dürfen
wir vermuthen, dass wir es mit einem ganz verschiedenen
Factum zu thun haben und dass der Felsen des Arimazes und
der ,sogdianische* Felsen, auf welchem Roxane gefangen wurde,
verschiedene Localitäten sind, die in den oberflächlichen Darstellungen
der späteren Epitomatoren und Geographen willkürlich
vermengt erscheinen. Wie ganz anders würden wir
über diese topographischen Fragen urtheilen können, wenn
wir die gleichzeitigen Memoiren sowie die SraOgot rqc ’AXe^ävopou
TCOpsfa? eines ßai'-rwv, Atö-fvrproc, ’ApjivTas u. a. besässen!
Arrian theilt fast gar nichts über die vor den Aufbruch nach
Indien fallenden Expeditionen mit und weiss ausser der Einnahme
des ,sogdianischen* Felsens überhaupt nur die Unterwerfung
des Chorienes in Paraitakana zu melden; nur der
,Rhetor* Curtius bietet einige topographische Einzelheiten, die
wir näher erörtern wollen, nachdem wir die wichtigsten Nachrichten
der arabischen und sinischen Berichterstatter über die
Gebiete von Hisär Walchs und Khuttal vorausgeschickt und
mit der heutigen Kunde über diese vor kurzem erschlossenen
Regionen verglichen haben. Aus dem Altertlium ist noch die
bestimmte Angabe des Ptolemaeus über das Volk der ApsAavoi
von Belang, welches das Gebiet zwischen Oxus und Jaxartes
inne gehabt haben soll; dort lag ApsAa -q [rrppoäo/.iq, ein Vswort,
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