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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 87. Band, (Jahrgang 1877)

Centralasiatisclie  Studien.  I.

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Qabädiyän  zählen  die  arabischen  Geographen,  ebenso  wie  nach
Balkh,  zwei  Tagereisen.  —  So  viel  über  den  Felsen  des  Sysimithres!

Ganz  im  Unklaren  sind  wir  dagegen  über  die  Lage  des
zweiten  Felsens,  der  ,sogdianischen'  lle-ipa,  welche  von  Ariamazes
  vertheidigt  worden  war.  Die  Verschiedenheit  der  Nachrichten ­
  über  diese  Felsenburg  ist  so  gross,  dass  wir  diese  mit
gleichem  Rechte  in  den  äussersten  Westen  wie  in  den  äussersten
Osten  von  Sogdiana  verlegen  dürfen,  je  nachdem  wir  die
Tradition  des  Curtius  oder  die  des  Arrianos  zu  Grunde  legen.
Curtius  schildert  sie  uns  so:  ,petra  in  altitudinem  XXX  eminet
stadia,  circuitu  C  et  L  complectitur.  Undique  abscissa  et  abrupta
semita  perangusta  aditur;  in  medio  altitudinis  spatio  habet
specum  .  .  .;  fontes  per  totum  fere  specum  manant,  e  quibuS
collatae  aquae  per  prona  montis  Humen  emittunth  Also  nicht
ein  Engpass,  sondern  ein  hohes  Felsplateau  mit  einer  Veste;
Ariamazes  soll  daselbst  30.000  Bewaffnete  beherbergt  und
Lebensmittel  auf  zwei  Jahre  aufgespeichert  haben!  Wo  sollen
wir  nun  das  Felsennest  mit  einem  Umfang  von  3 3 / 4  Meilen
und  einer  Höhe  von  18.000  Fuss  suchen  ?  Curtius  und  seine  Gewährsmänner ­
  (Kleitarchos  und  Timagenes)  verlegen  die  Einnahme ­
  desselben  in  die  Zeit  der  Expedition  nach  Margiana.
Als  nämlich  Alexander  im  Winter  329/328  in  Baktra-Zariaspa
Quartier  hielt,  brach  in  dem  kaum  bewältigten  Sogdiana  allerorten ­
  der  Aufstand  mit  verstärkter  Wuth  aus,  und  scheint
diesmal  der  Hauptstützpunkt  der  Insurrection  das  westliche
Steppengebiet  gewesen  zu  sein,  wo  heute  die  Türkmänen  nomadisiren,
  im  Alterthum  aber  die  Daher  und  Massageten  hausten.
Für  das  Frühjahr  328  entwarf  Alexander  den  Verhältnissen
gemäss  folgenden  Feldzugsplan:  um  die  westliche  Linie  zu
decken  und  die  Verbindung  mit  Idyrkanien  und  Parthien  aufrecht ­
  zu  erhalten,  sollte  eine  Expedition  von  Baktra  längs  des
Oxus  nach  Margiana  und  dann  weiter  nach  dem  Ochus  Vordringen ­
  und  diese  Flanke  durch  Anlegung  von  Colonien  dauernd
befestigen;  war  dies  geschehen,  sollten  dann  mehrere  selbstständig ­
  operirende  Colonnen  Sogdiana  von  West  nach  Ost
durchziehen  und  sich  im  Centrum  des  Landes,  in  Maralcanda,
vereinigen,  so  dass  hierauf  die  Möglichkeit  geboten  wurde,
auch  an  die  Unterwerfung  der  östlichen  Berggebiete,  namentlich
            
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