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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 86. Band, (Jahrgang 1877)

Das  Buch  vom  Durchwandeln  der  Ewigkeit.

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ist  nur  an  einigen  wenigen  Stellen  verderbt,  und  dies,  wie  sich
aus  dem  Vergleiche  mit  zwei  andern,  an  den  correspondirenden
Orten  gleichfalls  verderbten  Exemplaren  ergibt,  nicht  durch
die  Schuld  des  Schreibers,  sondern  in  Folge  der  Fehlerhaftigkeit ­
  der  diesem  gegebenen  Vorlage.
Ausser  der  Wiener  Sammlung  besitzen  das  ägyptische
Museum  in  Berlin  (Papyrus  Nr.  44,  alt  G.  Y.  31)  und  der
Vatican  in  Rom  je  ein  Exemplar  ,des  Buches  vom  Durchwandeln
  der  Ewigkeit*.  Ersteres,  mit  41  Zeilen  hieratischer  und
einer  Zeile  demotischer  Schrift,  war  bestimmt  für  den  göttlichen

Vater  und  Propheten

des  Amonrasonter  Hri

Sohn  des  Horsiesis  und  der  Mut-ti  letzteres
für  einen  Hör.  Auf  dessen  erstem  Blatte  befindet  sich  die  Darstellung ­
  des  auf  dem  Throne  sitzenden  Osiris  in  Begleitung
der  Isis  und  Nephthys;  vor  ihm  stützt  Anubis  die  Mumie  des
Verstorbenen  und  bringt  Ilorus  Opfer  und  Libation.  Die
Kenntniss  dieser  beiden  bisher  unedirten  Manuscripte  verdanke
ich  der  gütigen  Mittheilung  des  Herrn  Golenischeff,  welcher
auch  den  Wiener  Text  mit  den  eben  genannten  Papyrus  verglich ­
  und  seine  Aufzeichnungen  über  deren  Varianten  mir  in
zuvorkommendster  Weise  zur  Benützung  überliess.  Ich  spreche
an  dieser  Stelle  Herrn  Golenischeff  für  die  freundliche  Förderung ­
  meiner  Arbeit  so  wie  Herrn  Stern  für  die  Revision
mehrerer  Stellen  des  Berliner  Papyrus  meinen  wärmsten
Dank  aus.
Die  beiden  Handschriften  in  Berlin  und  Rom  stimmen
im  Ganzen,  die  verderbten  Stellen  selbst  nicht  ausgenommen,
so  genau  mit  dem  Wiener  Exemplar  überein,  dass  den  Schreibern
der  drei  Papyrus  unverkennbar  eine  identische  Redaction  des
Textes  vorlag,  weshalb  ich  mich  auch  auf  die  Anführung  der
bemerkenswerthesten  der  zumeist  unwesentlichen  Varianten  beschränke. ­
  Nur  am  Schlüsse  differirt  der  Berliner  Papyrus  von
den  beiden  andern  nicht  unbedeutend.  —  Wesentlich  abgekürzt
findet  sich  endlich  unser  Text  auf  einer  unedirten  Stele  des
Vatican  mit  dem  Namen  des  Priesters  des  Anljer  Pa-mes-sau,
deren  17  zeilige  Inschrift  mir  gleichfalls  Herr  Golenischeff  mittheilte. ­
  Ihre  wichtigsten  Varianten  bringe  ich  in  den  Noten.
            
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