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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 86. Band, (Jahrgang 1877)

Zendstudien.  IV.

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«1»  in  /  z.  B.:  (d.ruyta-)  von  dru%,  (drayta-)  von
draz.  1  —
2.  altem  g,  das  dann  im  Altindischen  als  <j  auftritt,  z.  B.:
>iJ e * s  (zenu-)  ,Rnie'  =  altind.  gänu-,  griech.  yovu;  L^eis  (znätar-)
,Erkenner'  von  altind.  ijna,  griech.  yvw-;  (tatza-)  ,Axt'  und
(tizin-)  ,scharf'  vgl.  altind.  tig,  tegas,  ^»^(gazu-)  ,zum
Leben  kommend'  von  altind.  gw-.
Ganz  isolirt  steht  (yüzem)  ,ihr'  =  altind.  yüyam,
wo  el»  aus  dz  )  hervorgegangen  zu  sein  scheint.
3.  altem  5,  das  vor  tönenden  Lauten  in  z  übergehen  muss
z.  B.  (oizdt)  ,lehre'  von  gvr  (eis),  r~  (yaoz-daS)
,reinigen'  von  yaos  adv.  ,rein',  altind.  yös,  "s?c(duz-üyta-)
,schlechte  Rede',  (duz-daÄina-)  ,einem  schlechten  Gesetz
ergeben'  beide  von  duS,  altind.  dus,  griech.  oucr-,  J i  (nisbereta-)
  ,weggebracht'  von  niS,  altind.  nis,  ^‘^^'(ä-rizat-)  ,ein
Drittel'  von  Am,  wogegen  sich  (bis-ämrüta-)  ,zweimal
zu  sprechen'  (von  einem  gewissen  Gebete)  findet.
Manchmal  findet  sich  z  für  altes  s  nach  y,  wo  man  statt
'(z  eher  yß  erwarten  sollte  z.  B.:  L>els^_  (yzar)  ,fliessen'  davon
(apayzära-)  vgl.  altind.  ksar,  (didräyzaiih-)
,Befestigung'  von  einem  Desiderativum  der  Wurzel  draz  (für
dragh)  abgeleitet.
Räthselhaft  ist  das  ^  in  (awzdüta-)  ,ins  Wasser
gelegt'  und  in  (vayzebyo),  (väyzibyö)  Dat.-Abl.
  Plural  von  vac-.
(ßwarozdum)  2  ps.  dual  Impf.  med.  (Yasna
XXIX,  I)  von  ■dwares-  ist  insofern  auffallend,  als  man  eher
■dwarozdüm  erwartet.
Altbaktrisch.es  entspricht  in  den  verwandten  Sprachen
(ausser  wo  es  aus  rt  hervorgegangen  ist,  vgl.  darüber  oben
und  vor  n  vgl.  asnaöiti  ,er  gelangt'  von  as,  altind.  as-)  durchgehen ­
  ds  altem  s  und  zwar  inlautend  zwischen  Vocalen,  deren
erster  nicht  ä  ist,  nach  r  und  vor  m,  dann  nach  %,  f  sowohl
nn  An-  als  auch  im  Inlaute.  Wenn  go  im  Anlaute  oder  nach
«  frei  im  Inlaute  sich  findet,  ist  y  vor  demselben  abgefallen
1  verhält  sich  darnach  zu  )  wie  im  Altindischen  das  g  von  yng  (part.
perf.  pass,  yuk-ta-)  zu  dem  g'  von  yag  (part.  perf.  pass,  is-(a-).
            
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