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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 86. Band, (Jahrgang 1877)

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Fr.  Müller.

sich  auch  daraus  der  Schluss,  dass  nicht  s  (palatales  s)
sein  kann,  sondern  reines,  dentales  s  sein  muss.  Dem  altbaktrischen
  (  tritt  im  Altpersischen  T»T  gegenüber,  aber
auch  d.  Dieses  d  geht  0  ~  »  parallel,  woraus  wir  auch  für
d  (an  dessen  Stelle  man  S  erwartet)  die  Aussprache  o  erschliessen
können.  Das  Zeichen  für  d  wurde  also  in  den  Keilinschriften
doppelt,  d.  h.  bald  wie  d,  bald  wie  o  gesprochen.
Für  altbaktrisches  j o  und  hat  das  Altpersische  blos
einen  Laut,  nämlich  jenen,  der  in  dem  Zeichen  gelegen
ist,  voraus  man,  da  wegen  seines  Wechsels  mit  unmöglich ­
  anders,  denn  wie  s  (•$■)  gelautet  haben  kann,  schliessen
muss,  dass  derselbe  wie  s  gesprochen  worden  sei.  Für  das  altbaktrische
  ^  hat  das  Altpersische  kein  eigenthümliehes  Zeichen;
in  den  seltenen  Fällen,  wo  dieses  altbaktrische  «k  sich  fände,
haben  wir  ein  Zeichen  vor  uns,  das  auch  altbaktrisches  y.  {g
d.  i.  dz)  bezeichnet,  1  woraus  für  eher  auf  z  als  auf  z  geschlossen ­
  werden  kann.
Nach  diesen  Bemerkungen  dürfte  es  Jedermann  klar  sein,
dass  wenn  man  die  altbaktrischen  Laute  mit  den  entsprechenden
altpersischen  vergleicht,  schon  daraus  auf  die  Aussprache  von
»  als  s,  von  $  als  z,  von  j c,  gs  als  s  und  von  als  z  geschlossen ­
  werden  kann,  wodurch  der  Verdacht,  dass  diese  Aussprache ­
  nicht  die  ursprüngliche  eränisehe,  sondern  eine  erst
später  aufgekommene  ist,  von  selbst  entfällt.
Aber  auch  sämmtliche  modernen  eränisehen  Sprachen
bestätigen  diese  aus  der  Sprache  der  Keilinschriften  gewonnene
Bestimmung  der  altbaktrischen  Laute.  Im  Neupersischen  entspricht ­
  altbaktrischem  "  durchgehends  ^,  altbaktrischem  J>
ebenso  y,  -v  und  £C  sind  wie  im  Altpersischen  durch  einen  einzigen
Laut,  nämlich  |j£  vertreten  und  ebenso  ist  altbaktr.  ^  =  neup.  y
Das  Armenische  stellt  altbaktrischem  »  durchwegs  »  gegenüber, ­
  ebenso  dem  (  in  der  Regel  y  (neben  <t);  die  Laute  -v
und  {^3  finden  sich  in  i_  (und  £?)  vereinigt  wieder,  ebenso  ^
in  dem  Zeichen  d.

1  Auch  im  Pehlewi  werden  z,  z  durch  8^  wiedergegebeu,  ein  Zeichen,
welches  sonst  den  Laut  6  ausdriiekt  ■/.  B  (duzd.)  =  neup.
(druz)  =  altb.  druz-,  (vazarg)  —  neup.  äS\yj,  IlWU-f  fmezttann)

neup.

'■  ®.)  (roz)

~)7-neup.
  u.  s.  w.
            
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