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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 86. Band, (Jahrgang 1877)

Zeiidstudien.  IV.

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ein  doppeltes  i  mit  vorangeschriebenem  ->  (dz)  im  Pehlewi,
also  dz-i-i  —  dzy,  um  die  Aussprache  des  y  im  Anlaute  als
dz  zu  bezeichnen.  —
Nach  dieser  Bemerkung-  bleiben  uns  blos  ",  -*o,  ^  und
gü  als  Zischlaute  im  Altbaktrischen  übrig-,  zu  deren  näherer
Untersuchung  wir  uns  nun  wenden  wollen.
Was  nun  die  Bestimmung  der  Zeichen  ",  j  als  s,  z  anbelang-t,
  so  kann  der  Umstand,  dass  sie  ursprünglich  palatal
waren,  mithin  grösstentheils  alten  Gutturalen  entsprechen,  für
uns  nicht  massgebend  sein,  da  wir  dann  auch  das  altslavische
s  mit  dem  litauischen  sz  ($)  zusammenstellen  und  als  £  bestimmen ­
  müssten.  Ueberdies  gehen  ",  j  nicht  immer  auf  alte
Gutturale  zurück,  so  z.  B.  nicht  in  jenen  Fällen,  wo  sie  vor
Dentalen  erwiesener  Massen  aus  alten  Dentalen  (durch  Assibilation)
  hervorgegangen  sind  z.  B.  in  (basta-)  ,gebunden'
=  neup.  (bastali)  —  bad-ta,  wo  das  Altindische  baddha-—
  badh-ta  bietet  und  in_^5"_3  (dazdi)  ,gib'  =  dad-di,  wo  uns
im  Altindischen  dehi  =  dad-dhi  entgegentritt.  Dann  ist  auch
das  als  der  tönende  Laut  neben  das  stumme  -*0  hingestellt
wird,  nicht  dentalen,  sondern  zumeist  gutturalen  Ursprungs
und  also  vonetymologisch  kaum  scharf  zu  unterscheiden,
so  z.  B.  in  ipek  (Senil-)  ,Knie'  =  altind.  (jämi-,.  griech.  yovu,  in
(azi-)  ,Schlange'  =  altind.  ahi-,  griech.  syy.-c  u.  s.  w.
Wie  man  sieht,  führen  blos  linguistische  Erwägungen  uns
über  die  Natur  und  Aussprache  dieser  eranischen  Laute  nicht
zum  Ziele;  wir  werden  uns  also  nach  einem  andern  Standpunkte ­
  umzusehen  haben,  um  die  betreffenden  Laute  sicherer
und  genauer  bestimmen  zu  können.
Dieser  Standpunkt  wird  zunächst  jener  sein,  dass  wir
fragen,  welche  Laute  in  den  einzelnen  eranischen  Sprachen  den
betreffenden  fünf  altbaktrischen  Lauten  gegenüberstehen,  wodurch ­
  uns  Werth  und  Aussprache  derselben  auf  eränischem
Gebiete  unzweifelhaft  klar  werden  dürften.
Im  Altpersischen  entspricht  altbaktrischem  "  zunächst
,  dann  auch  KT  ,  ein  Zeichen,  das  in  der  Regel  />  darstellt. ­
  Daraus,  dass  das  letzte  Zeichen  sowohl  altbaktrischem
®  als  auch  "  entspricht,  dürfen  wir  wohl  schliessen,  dass  es
wie  S  d.  h.  wie  englisches  tb  gelautet  habe.  Umgekehrt  ergibt
            
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