späterer Zeit immer mehr um sich greifende Aussprache des
y als g (dz) im Anlaute repräsentirt, wie z. B. in (yoxo)
,Gerste' sprich: dzavo vergl. neup. ({j av )i oder in c!;-“»*«}
(yavänem) ,den Jüngling' sprich: dzavänem, vgl. auch neup.
(gawän). Darnach ist die Ansicht von Lepsius ve, ursprünglich
z, sei zu y erweicht worden, vom linguistischen Standpunkte
unrichtig. Sie lässt sich aber auch vom rein graphischen
Standpunkte nicht rechtfertigen. Wie bekannt (vgl. Spiegel,
Altbaktr. Gramm. 9, 42) sind «j und jCZ. dem Werthe nach
ganz identisch und gehört das erste den in Indien geschriebenen,
relativ älteren, dagegen das zweite den in Persien (Barman)
geschriebenen, relativ jüngeren Zendhandschriften an. Gleichwie
y und v im Inlaute als « und » d. h. als ii, uu geschrieben
werden, was auf eine mehr vocalische Aussprache dieser Laute
hinführt, 1 ebenso sind y und v im Anlaute aus den Vocalen
i, u hervorgegangen. Darnach dürfte fe aus_j> entstanden sein.
Dem altbaktrischen (husravanh-) — neup.
(/usrav) entspricht im Pehlewi welches sicher husraw
gesprochen werden muss, nicht aber hü-sröb (Glossary and
Index of Arda Yiraf by West and Haug. Bombay 1874, S. 50.)
Ebenso ist der bekannte dogmatische Ausdruck Pehlewi:
,rein‘ ahraw zu lesen, nicht aber mit den Parsen Jltf, 2 da er
nichts anderes ist als das bekannte altbaktrische (asava)
,1'einb Dieses ist, wie ich bereits anderswo bemerkt habe, aus
artava (Stamm: artavan) entstanden, aus dessen rt sich erst
das hr im Pehlewi (gegenüber dem altbaktrischen £« I erklärt.
Ebenso ist jyf zu lesen: gawän — neup. altb. yavänem
und r)) raivän — neup. altb. urvänem, nicht aber (mit
Haug) yubän, rübän. Gleichwie k auf y, geht auch «L auf er
zurück. Dass XZZ eine Verschnörkelung von -e ist, hat schon
Spiegel (Altbaktr. Gramm. 9) ausgesprochen; ri selbst ist aber
nichts anders als 11 wobei das eine Zeichen unter dem andern
geschrieben erscheint, ebenso wie bei welches augenfällig
» darstellt. Darnach halte ich auch **o für nichts anderes denn
’ Auch im Altpersischen schreibt man iya für ia, •/,. B. martiya sprich!
martia u. s. w.
3 West-TIaug (Glossary of Arda-Viraf S. 4) schreiben yasliarub ,yashar
being substit.uted for the Z. aSa‘.