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Ilorawitz.
weil er für Deutschland das time, was Aldus Manutius für Italien
gethan (Nr. VII). Grossen Antheil nimmt er an J. Brassieanus,
über den sich sehr werthvolle bisher — so viel ich weiss —
unbekannte Angaben finden. In einem Briefe an Hummelberger
gibt J. Brassieanus (Nr. XXI) sehr dankenswerthe Daten über
sein bisheriges Leben, über die Trockenheit der Lehrer, die
auf den Alexander de villa Dei sich stützten, über seine Stellung
in Urach, über seine Arbeit an den ,Institutiones grammaticae',
seine Berufung nach Tübingen, den Kampf mit den Scotisten
und ihre Nachstellungen. Nr. XXIX ermöglicht die Feststellung
des bisher unbekannten Todesjahres des J. Brassieanus, während
Nr. XXXIX Angaben über den Ort und die näheren Umstände
des Todes liefert. Auch die Notizen über GerbelFs Bologneser
Aufenthalt (XXX), seine Stellung in Strassburg (XXXVII)
und seine Aeusserungen über den Strassburger Verlag, der —•
wohl von Editionen der Classiker — nichts enthalte, was nicht
in Rom gedruckt worden sei, sind nicht ganz ohne Werth.
Dass Hummelberger zwischen Anshelm, den Freund und Verleger
Simler’s und seinen eigenen Freund IT. Bebel in die Mitte
gestellt, an der Fehde zwischen den beiden Gelehrten nicht
gleichgiltig vorübergehen konnte, ist selbstverständlich. Er lässt
sich von beiden Parteien Bericht erstatten (sogar von Rom
aus frägt er um den Stand der Fehde [XXXIII]), Anshelm
schreibt ziemlich objectiv (Nr. VIII), heftige Ausfälle dagegen
bringt ein Brief Bebel’s, gegen Simler und Anshelm (Nr. XX).
Sehnsüchtig hatte auch Plummelberger darnach verlangt, den
blauen Himmel Italiens zu schauen und von seinen Grössen lernen
zu können (cf. IV), endlich wurde seinem Wunsche Erhörung,
und seine Briefe enthalten nunmehr Nachrichten über Rom
(XXXI), Leo X. (XXXII), die Societas Coryciana (XXXIII).
Durch seine römischen Verbindungen gefördert, vermag er es
auch dem Buchhändler Froben für die Hieronymus-Ausgabe des
Erasmus ein Privilegium Leo X. billig zu verschaffen (XXXIX).
Neben diesen Angaben über literarische Verhältnisse, die
hier nur flüchtig skizzirt werden, kommen — wie ich schon
Eingangs sagte — natürlich auch Bemerkungen und Berichte
über politische Ereignisse vor. Entschiedene Abneigung gegen
die Franzosen (cf. II, III, IV), deren Erregung im Juli 1D12
durch Kierher mit grosser Lebendigkeit geschildert wird, ver-